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5 Fragen nach 100 Tagen

„Social Media ist nichts, was von klassischen Agenturen einfach mal mitgemacht werden kann“

Sandra Schillling - Foto: We are Social

Sandra Schilling ist Head of Creative bei We Are Social. Nach 100 Tagen im Amt zieht sie bei MEEDIA eine erste Bilanz. Unsere Rubrik: 5 Fragen nach 100 Tagen.

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Bei 5 Fragen nach 100 Tagen stellen wir Persönlichkeiten aus der Branche, die einen neuen Job oder ein neues Amt übernommen haben, Fragen, wie sie sich eingelebt haben, was sie bereits umsetzen konnten und was sie womöglich so nicht erwartet haben. In dieser Ausgabe: Sandra Schilling, Head of Creative bei der Agentur We are Social.

Wie sind Ihre Eindrücke vom neuen Verantwortungsbereich?

Es ist sehr spannend für mich, jetzt in einer Agentur mit so vielen Social-Media-Experten zu arbeiten. Vorher war das oft nur ein kleines Team innerhalb der Kreation. Das bringt natürlich viel Neues mit sich. In enger Zusammenarbeit mit meinem CEO, Roberto Collazos Garcia, bin ich ziemlich schnell in die unterschiedlichen Business Bereiche reingekommen. Das ist echt super. Was Kreativität angeht, finde ich, ist der Unterschied nicht so groß. Es geht auch bei We Are Social um die beste Idee, mit der wir es schaffen unsere Kunden zum Talk of Town zu machen. Allerdings ist die Denkweise viel dialogischer. Und das gefällt mir ziemlich gut. Die Möglichkeiten, die wir im Social-Media-Bereich haben, lassen auch den Kreativen mehr Freiheiten, da es nicht immer nur um Hard Facts, sondern oft einfach auch um Cultural Insights geht. Das habe ich in der Intensität vorher noch nicht erlebt.

Was konnten Sie in den ersten 100 Tagen bereits erfolgreich umsetzen, was gelang nicht?

Wir haben innerhalb der Agentur Strukturen in Teams umgestellt und neue Bereiche aufgebaut, um noch effektiver und mit bestmöglichen Fokus an Projekten zu arbeiten. Dazu gehört auch der Bereich Editorial, der sich mittlerweile verstärkt hat und eigenständig innerhalb der Kreation agiert. Was nicht so gut geklappt hat: das Office wieder zu dem Ort des gemeinsamen Arbeitens zu machen. Dieses Thema kennen auch viele andere Agenturen.

An welchen Themen arbeiten Sie momentan?

Meine Aufgabe ist hauptsächlich die Strukturierung des Teams und die Zusammenarbeit mit großen Kunden wie Audi, Mercedes-Benz Trucks, Ravensburger. Da geht es dann auch darum, unseren Impact als Social-Media-Agentur zu stärken und die Kompetenzen klar darzustellen. Wir sind eine Kreativagentur und beweisen das täglich mit unserer Arbeit für den Kunden.

Welche Aufgaben sehen Sie langfristig als Ihre größten Herausforderungen?

Für mich ist das Wichtigste, zusammen mit meinem Team zu beweisen, dass Social Media nicht einfach etwas ist, das von klassischen Agenturen einfach mal mitgemacht werden kann, weil sie ein paar Assets zu ihrer Kampagne mit ausgedacht haben. Unser Ansatz der Social First Strategie ist das Salz in der Suppe der Kommunikation. We Are Social ist darauf spezialisiert, das Thema ganzheitlich nach vorne zu bringen.

Was war Ihre wichtigste neue Erkenntnis?

Erstens, dass man seinen jungen Kollegen kreativ vertrauen muss und ihnen kreative Freiheit lassen muss, wenn es um Kreation speziell für Kanäle wie TikTok geht. Zweitens, dass meine Chance, noch einmal als Creator entdeckt zu werden, quasi gegen Null gehen.

th

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