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Nannen Preis

Gruner + Jahr will vor Preisverleihung Stellung zum Namensgeber Henri Nannen beziehen

Die Trophäe des Nannen Preises – Foto: G+J

Die Nominierten für den diesjährigen Nannen Preis stehen fest. Ob der Journalistenpreis weiter den Namen des „Stern“-Gründers Henri Nannen trägt, bleibt vorerst unklar. Offenbar will das zu RTL gehörende Zeitschriftenhaus hierzu in Kürze Stellung nehmen.

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Nach der jüngsten Veröffentlichung des NDR ist um den „Stern“-Gründungsherausgeber Henri Nannen eine heftige Debatte entbrannt, ob er weiterhin als Namensgeber für den renommierten Journalistenpreis dienen soll. Der Sender hatte im Funk-Format „STRG_F“ antisemitische und rassistische Flugblätter gezeigt, für die Nannen während der NS-zeit mit verantwortlich war.

„Stern“-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz kündigte daraufhin an, dass die Redaktion prüfen will, ob der Nannen Preis weiterhin den Namen behalten soll. Man will hierzu „demnächst detaillierter Stellung“ nehmen, erklärte Schmitz jetzt anlässlich der Bekanntgabe der Nominierten des Nannen Preises. Nach MEEDIA-Informationen will sich Schmitz noch vor der Preisverleihung am 22. Juni äußern, möglicherweise in den nächsten Tagen. Fraglich ist, ob alle Nominierten den Preis annehmen, falls sich der Namen nicht ändert, zumal das Magazin „STRG_F“ auch in der Kategorie „Investigation“ nominiert ist, allerdings für einen anderen Beitrag.

Die nominierten Arbeiten in der Kategorie „Geschichte des Jahres“:

Jasmin Ashauer, Jens Voss, Berichterstattung und Sondersendung zur Hochwasserkatastrophe, Radio Wuppertal

Marcus Engert, Katrin Langhans, Daniel Drepper, Isabell Hülsen, Alexander Kühn, Juliane Löffler, Martin U. Müller, Anton Rainer, „Warum Julian Reichelt gehen musste“, „Der Spiegel“

Khesrau Behroz, Tobias Bauckhage, Pascale Müller, Sören Musyal, „Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen?”, ARD Audiothek

Die nominierten Arbeiten in der Kategorie „Lokal“:

Hermann M. Schröder, „Stadtwerke-Skandal in Bad Belzig“, „Märkische Allgemeine Zeitung“

Jonah Lemm, Christian Parth, „Der Häftling, den der Staat sterben ließ“, „Kölner Stadt-Anzeiger“

Stella Vespermann, Andreas Neumann, Sebastian Manz, „Diskriminierung bei der Wohnungssuche“, Radio Bremen Fernsehen, Magazin „Buten un Binnen“

Die nominierten Arbeiten in der Kategorie „Investigation“:

Nicole Rosenbach, „Warum Kinder keine Tyrannen sind. (Das System Dr. Winterhoff)“, ARD

Holger Stark, Bastian Obermayer, Ralf Wiegand, Frederik Obermaier, Moritz Baumstieger, Jannis Brühl, Bernd Dörries, Florian Flade, Kristiana Ludwig, Georg Mascolo, Hannes Munzinger, Max Muth, Nadia Pantel, David Pfeifer, Kai Biermann, Sascha Venohr, Astrid Geisler, Gero von Randow, Jan Ross, Sven Wolters, Luisa Hommerich, „Pegasus Projekt“, „Die Zeit“ und „Süddeutsche Zeitung“ in Kooperation mit NDR und WDR

John Goetz, Bastian Berbner, Ole Pflüger, Ben Hopkins, Sabine Korbmann, Barbara Biemann, Johanna Leuschen, Kathrin Bronnert, „Slahi und seine Folterer“, Das Erste, Panorama, STRG_F, NDR, ARTE, ndr.de, ARD Mediathek, ARD Audiothek

Die nominierten Arbeiten in der Kategorie „Egon Erwin Kisch-Preis“:

Katja Bernardy, Annette Großbongardt, Max Polonyi, Britta Stuff, „Im Namen des Herrn“, „Der Spiegel“

Timofey Neshitov, Özlem Gezer, „Die Hanau-Protokolle“, „Der Spiegel“

Amonte Schröder-Jürss, „Alle für einen“, „Süddeutsche Zeitung Magazin“

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