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Streamingdienst in der Krise

Netflix entlässt 150 Mitarbeiter in den USA

Foto: Imago

Netflix zieht erstmals drastische Konsequenzen aus der anhaltenden Krise. Auf die Abwanderung seiner Kunden reagiert der Streamingdienst mit der Trennung von 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Vereinigten Staaten. Das entspricht zwei Prozent der Gesamtbelegschaft auf dem US-amerikanischen Heimatmarkt.

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In Deutschland hatte zuerst der „Spiegel“ über die Entlassungen berichtet. „Diese Veränderungen sind in erster Linie geschäftlichen Erfordernissen geschuldet und nicht den Einzelleistungen“, zitiert das Magazin aus einer Erklärung des Unternehmens.

Zuvor hatte Netflix zum ersten Mal seit über zehn Jahren einen Rückgang der Abonnenten-Zahlen verzeichnet. Der Aktienkurs stürzte dramatisch ein. Als Gründe für die Krise nannte Netflix vor allem den Krieg in der Ukraine wegen dem sich der Streamingdienst aus dem russischen Markt zurückgezogen hatte. Auch die steigende Inflation und der zugespitzte Wettbewerb hätten die Probleme verursacht.

Wie dramatisch die Lage beim Branchenprimus ist, zeigt auch die Öffnung für ein werbefinanziertes Angebot. Ein solches könnte es wohl noch in diesem Jahr geben (MEEDIA berichtete). Auch an einer Live-Streaming-Funktion, mit der Netflix noch stärker in Konkurrenz zum linearen Fernsehen treten würde, soll das Unternehmen arbeiten (MEEDIA berichtete).

th

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