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RTL Deutschland

Leitet Ex-SZ-Journalist Nico Fried die Hauptstadt- Redaktion des „Stern“?

"Stern"-Politikchef Nico Fried in Berlin – Foto: RTL

Kaum ist Gregor Peter Schmitz seit wenigen Tagen neuer Chefredakteur des „Stern“, besetzt er die Politik in Berlin mit einem prominenten Journalisten. Er holt den bisherigen Leiter der Parlamentsredaktion der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ), Nico Fried. Unklar bleibt weiterhin, wie Schmitz die Hauptstadt-Redaktion ausrichtet. Möglicherweise übernimmt Fried die Aufgabe

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„Stern“-Chefredakteur Schmitz freut sich über den Neuzugang. „Nico Fried ist eine Institution im politischen Berlin und ein legendärer Beobachter und Porträtist der gesamten deutschen Politik. Ich freue mich sehr darauf, dass er als Koordinator der ‚Stern‘-Politikberichterstattung mit allen Kolleginnen und Kollegen dafür sorgen will, dass über den ‚Stern‘ gesprochen wird – und zwar jede Woche.“

Fraglich ist aber, ob Fried die Hauptstadtredaktion des „Stern“ führen wird. Bislang zeichnet hierfür noch „Capital“-Chefredakteur Horst von Buttlar verantwortlich. Er leitete bisher die Gemeinschaftsredaktion aus „Stern“, „Capital“ und „Business Punk“. Doch mit der vor wenigen Tagen verkündeten neuen Führungsstruktur bei RTL soll er diesen Posten abgeben. Wer ihm folgt, ist offen. Ebenso offen ist, ob weiterhin „Capital“ und „Business Punk“ Teil der Hauptstadt-Redaktion bleiben. Eine RTL-Sprecherin wollte sich hierzu auf MEEDIA-Anfrage nicht äußern. 

Fried, Jahrgang 1966, ist in der Branche kein Unbekannter. Er studierte in München und Hamburg Politik, Neue deutsche Literatur und Staatsrecht. 1990/91 besuchte er die Deutsche Journalistenschule in München. Nach einigen Jahren als freier Journalist neben dem Studium ging er 1996 zur „Berliner Zeitung“ und arbeitete dort im Vermischten, als Nachrichtenchef und zuletzt als Ressortleiter Seite 3. Im Herbst 2000 wechselte er in die Parlamentsredaktion der „Süddeutschen Zeitung“ in Berlin, deren Leitung er 2007 übernahm. Fried erhielt unter anderem 2021 gemeinsam mit Boris Herrmann den Medienpreis Parlament des Deutschen Bundestages

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