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Eine Million Abos bis 2025

Funke verteilt Verantwortlichkeiten für Regionalmedien neu

Funke-Gebäude in Essen – Foto: imago images / Revierfoto

Die Funke Mediengruppe möchte bis 2025 eine Million Abos haben, die Hälfte davon digital. Auf diesem Weg geht das Medienhaus bei der Digitalisierung seiner Regionalmedien nun den nächsten Schritt. Die Führungskompetenzen werden von April an verändert.

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Carsten Groß ist bislang Head of Audience & Subscription. Ab dem 1. April wird er zusätzlich die Position Chief Product Officer der Regionalmedien bekleiden. Dabei soll er die wirtschaftliche und technische Neu- und Weiterentwicklung aller digitalen Medien der Tageszeitungsmarken im Haus verantworten. Außerdem leitet er die Produktteams.

Carsten Erdmann, bislang Chefredakteur Digital der Zentralredaktion und Leiter der Stabstelle Digitale Transformation, wird neuer Chefredakteur Digitale Produkte. Künftig soll er markenübergreifend und in enger Zusammenarbeit mit Groß und den Funke-Chefredakteurinnen und -Chefredakteuren die „grundlegende Content-Strategie der Tageszeitungsportale“ steuern, heißt es. Das Ziel: neue Zielgruppen erschließen. Außerdem wird Erdmann die redaktionellen Prozesse koordinieren und zusammen mit Jörg Quoos, Chefredakteur der Zentralredaktion in Berlin, aus der Zentralredaktion heraus den Austausch der Redaktionen untereinander.

Laura Himmelreich, seit 2019 stellvertretende Chefredakteurin Digital in der Funke Zentralredaktion, übernimmt dort ab 1. April die Stelle als Head of Digital. Neben Jochen Gaugele wird sie stellvertretende Chefredakteurin. Gunnar Lotz, der ab 1. April als Head of Data & Analytics Regionalmedien arbeitet, kümmert sich um die Themen Daten und Analyse für Redaktion, Vertrieb, Vermarktung und Logistik der Regionalmedien.

So sehen die Pläne von Funke-Chef Rüth aus

„Unsere Stärke liegt im regionalen und lokalen Journalismus. Wir fokussieren uns in den nächsten Jahren bei den Regionalmedien konsequenter denn je auf die digitale Neuausrichtung“, sagt Funke-Geschäftsführer Christoph Rüth in der aktuellen Mitteilung zu den Personalien. Er ist es auch, der seit seinem Antritt im Oktober 2020 bei Funke die Marschroute klar vorgibt: Das Digitale muss wachsen. „Für mich ist absolut entscheidend, dass sich gut gemachter Journalismus zunehmend vom Trägermedium emanzipiert. Dafür müssen wir die Digitalumsätze substanziell steigern“, so Rüth. Eine Million zahlende Kundinnen und -Kunden sollen es bis 2025 sein, die Hälfte davon digital. „Wir haben uns die Zahl nicht ausgesucht, weil sie so griffig ist“, sagte Rüth im Gespräch mit MEEDIA im Sommer 2021.

Mit der neuen Personalaufstellung sieht er das Haus auf einem richtigen Weg. Der Funke-Chef sagt: „Mit der veränderten personellen Aufstellung schaffen wir den geeigneten Rahmen, um die Stärken unserer Gruppe maximal zu nutzen und die Konzentration auf unseren regionalen und lokalen Kern zu schärfen – denn wir brauchen mehr denn je guten, unabhängigen Journalismus vor Ort.“

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