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Zensur-Vorwurf

Selenskyj in der Kritik nach Zusammenlegung aller TV-Sender in der Ukraine

Wolodomyr Selenskyj legt die ukrainischen TV-Sender per Dekret zusammen

Wolodomyr Selenskyj legt die ukrainischen TV-Sender per Dekret zusammen. So sollen die Informationsflüsse in Kriegszeiten vereinheitlicht werden. Der DJV sieht den Schritt kritisch. Foto: Imago

Der ukrainische Präsident hat ein entsprechendes Dekret unterschrieben. So solle in Kriegszeiten eine einheitliche Informationspolitik ermöglicht werden. Der DJV spricht von Zensur.

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Die Tagesschau berichtete zuerst über die Fusion und teilte mit, dass ein Zeitpunkt für die Umsetzung noch nicht bekannt sei. Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert den Schritt von Wolodomyr Selenskyj und konstatiert, dass Rundfunkfreiheit anders aussehe. „Man kann es auch Zensur nennen“, schreibt Pressesprecher Hendrik Zörner in seinem DJV-Kommentar.

Platz 97 von 180 im Ranking Pressefreiheit

Zörner verweist darauf, dass die Ukraine schon vor dem Überfall durch Russland auf der Rangliste der Pressefreiheit recht abgeschlagen auf Platz 97 von 180 zu finden gewesen sei, Russland findet sich auf Platz 150.

Durch die Entscheidung, die TV-Sender zusammenzulegen, könnte das Land noch weiter abrutschen, fürchtet der DJV-Pressesprecher. Der einzige Lichtblick sei, dass das Dekret an das aktuelle Kriegsrecht gebunden sei, so Zörner.

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