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Leonine Studios

Aus Odeon Entertainment wird Madame Zheng Production

Die Geschäftsführerinnen Nina Etspüler (links) und Tina Wagner – Foto: Madame Zheng Production

Leonine Studios benennt das Produktionsunternehmen Odeon Entertainment in Madame Zheng Production um. In der Pressemitteilung ist die Rede von einer kompletten strategischen Neuausrichtung. Im Fokus sollen künftig die Gleichstellung und Diversität stehen – vor und hinter der Kamera.

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Die neue Marke soll für ein Unternehmen stehen, das „emotionale, wertschätzende und ebenso unterhaltsame wie relevante Non-Fiction-Inhalte entwickelt und produziert“, heißt es in der Ankündigung. Die Umsetzung übernimmt eine neu formierte Leitung: Tina Wagner, bislang Produzentin und Executive Producerin bei RedSeven Entertainment, tritt in die Geschäftsführung ein und wird den Vorsitz übernehmen. An ihrer Seite stehen Nina Etspüler, Co-Head of Entertainment bei Leonine Studios, und Martin Schneider, langjähriger Geschäftsführer der Odeon Entertainment.

Fred Kogel, CEO und Co-Head of Entertainment der Leonine Studios, kommentiert den Schritt so: „Schon seit Nina Etspülers Start im Januar 2021 verfolgen wir gemeinsam das Ziel, eine Produktionsmarke zu etablieren, die vor und hinter der Kamera für Gleichstellung und Diversität eintritt, um dieses für Leonine Studios wesentliche Thema seiner Unternehmenskultur fest im Produzentenmarkt zu verankern. Gerade im Entertainment-Bereich gibt es großen Nachholbedarf, deshalb wollen wir Gleichstellung und Diversität bewusst fördern.“

Gleichstellung und Diversität bewegen die Branche

Die Ausrichtung geht damit auf eine Entwicklung in der Produktionsbranche ein, die viele Firmen mehr und mehr auf dem Schirm haben. Erst kürzlich veröffentlichte die Ufa ihren ersten Zwischenbericht zur Diversität in eigenen Produktionen. Das Ergebnis: Dem gesetzten Ziel für Ende 2024 kommt man schon ein Stück näher, manche Bereiche sind aber noch deutlich unterrepräsentiert. Nico Hofmann, CEO der Ufa, sagte dazu: „Die Zahlen zeigen uns, dass wir noch lange nicht am Ziel sind, wir aber sehr stolz sein können, die ersten wichtigen Schritte gegangen zu sein.“ (MEEDIA berichtete).

Gleichstellung und Diversität vor und hinter der Kamera soll bei Madame Zheng von einem Team an den Standorten in München und Wien umgesetzt werden. Inhaltlich gesellt sich die neue Marke neben die Firmen i&u TV und SEO Entertainment. Leonine Studios hofft mit der Neuausrichtung auch, ein breiteres Spektrum der Non-Fiction-Produktion abzudecken. Kogel ist sich zudem sicher: „Das wird für unseren Geschäftsbereich Leonine Production weiteres Wachstum generieren.“

Geschäftsführerin Wagner sagte in einem Statement, dass man sich bei den Produktionen nicht auf Genre oder bestimmte Zielgruppen festlegen wolle. „Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, unterhaltsame, wertschätzende und glamouröse Formate zu entwickeln, die optisch innovativ, wiedererkennbar und unique sind.“ Verantwortlich zeichnete Wagner in der Vergangenheit etwa für Produktionen wie „Kiss Bang Love“ oder „Hochzeit auf den ersten Blick“.

Der Name Madame Zheng geht übrigens auf eine „legendären Piratin“ zurück, so Wagner: „[Sie] symbolisiert für uns eine starke unkonventionelle Frau, die mit dem, was sie tut sehr erfolgreich ist.“

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