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Diversitäts-Analyse

So steht es um die Diversität in Ufa-Produktionen

Die Ufa hat sich Ende 2020 zu mehr Diversität verpflichtet. Jetzt hat das Unternehmen einen ersten Zwischenbericht vorgelegt. Das Ergebnis des „On Screen“-Berichts? Dem gesetzten Ziel für Ende 2024 kommt man schon ein Stück näher, manche Bereiche sind aber noch deutlich unterrepräsentiert.

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Wie ist die Ufa vorgegangen?

„On-Screen Diversität“ – so lautet der Titel einer Erhebung, die die Ufa veröffentlicht hat. Darin hat das Unternehmen Produktionen der eigenen Produktionsfirmen im Jahr 2021 überprüft, inwieweit dort die Diversität der Gesellschaft abgebildet wird. In die Messung gingen laut Erhebung 45 Produktionen und damit 3.205 Rollen ein; 14 aus der Fiction-Einheit, sieben von Serial Drama, sieben aus Show & Factual und weitere sieben von der Documentary-Unit.

Die Haupt- und Nebenakteure wurde anhand der vier Fokusthemen „Gender/Frauen“, PoC (People of Color), LGBTIQ+ und Menschen mit Beeinträchtigung/Inklusion überprüft. Intern hat die Forschungsabteilung eine eigene Datenbank aufgebaut, heißt es in der Mitteilung.

Was sind die zentralen Ergebnisse?

Die Ufa befindet sich auf einem guten Weg, hat aber in manchen Bereichen weiterhin Nachholbedarf:

45,3 Prozent aller Rollen bzw. Akteurinnen und Akteure in den Produktionen waren im Vorjahr weiblich. Im Bundesdurchschnitt liegt der Wert bei 50,7 Prozent. 7,6 Prozent der Rollen waren PoC. Hier wird der Anteil in Deutschland auf 10 Prozent geschätzt.

4,6 Prozent entfielen auf LGBTIQ+-Rollen. Laut einer repräsentativen Studie, die Ufa zum Vergleich heranzieht, liegt der Bundesdurchschnitt bei 11 Prozent.

1,6 Prozent der Rollen in den Ufa-Produktionen zeigten Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderung. Hier liegt das Unternehmen deutlich unter dem Durchschnitt. Demnach soll der Anteil schwerbehinderter Menschen hierzulande bei 9,5 Prozent liegen.

Zudem zeigt sich laut Analyse, dass Diversität in Hauptrollen häufiger sichtbar war als in Nebenrollen. Dies trifft vor allem auf die Bereiche „LGBTIQ“ und „Menschen mit Beeinträchtigung“ zu.

Warum tut die Ufa das?

Ende 2020 hat sich das Unternehmen unter der Führung von Nico Hofmann zu mehr Diversität vor und hinter der Kamera verpflichtet. Bis Ende 2024 wolle man im Portfolio des Ufa-Programmes für ein Jahr die Vielfalt der Gesellschaft abbilden. Dabei orientiere man sich etwa am Zensus der Bundesregierung, heißt es.

Nico Hofmann, CEO der Ufa, sagt zu den ersten Zwischenergebnissen: „Sie [die Zahlen] zeigen uns, dass wir noch lange nicht am Ziel sind, wir aber sehr stolz sein können, die ersten wichtigen Schritte gegangen zu sein. Die Datenbank zur Messung ist ein großer Meilenstein für uns. Spannend werden die Vergleichswerte aus diesem Jahr, um dann mit Zuversicht und noch mehr Diversität vor und hinter der Kamera Ende 2024 unser selbstgestecktes Ziel zu erreichen.“

Die ganze Analyse samt Methodik können Sie hier abrufen.

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