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Zweistufige Gehaltserhöhung

BDZV einigt sich mit DJV auf Tarifvertrag – DJU in Verdi unzufrieden

Foto: BDZV

Das Tarifgehalt von Tausenden Zeitungsredakteuren in Deutschland soll in zwei Stufen steigen und die Journalisten eine Corona-Prämie erhalten. Darauf einigte sich der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) mit dem Deutsche Journalisten-Verband (DJV). Kritik kommt von der DJU in Verdi.

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Die Einigung sieht demnach unter anderem dies vor: Es gibt zwei Gehaltserhöhungen um 1,5 Prozent ab September 2022 und um 2 Prozent ab Juni 2023. Mit dem Märzgehalt wird es eine Corona-Prämie in Höhe von 500 Euro geben. Die Laufzeit der Tarifeinigung erstreckt sich bis Ende April 2024.

Es hatte im Vorfeld mehrere Verhandlungsrunden gegeben. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite und Vorsitzende des Sozialpolitischen Ausschusses, Georg Wallraf, sagte: „In fünfter Runde haben wir den Knoten endlich lösen können.“

DJV-Verhandlungsführer Stefan Endter bezeichnete das Verhandlungsergebnis als einen „annehmbaren Kompromiss“. Es sei gelungen, in einer wirtschaftlich schwierigen Situation Einkommensverbesserungen zu erzielen, „die unseren Kolleginnen und Kollegen Planungssicherheit geben und die schnelle Auszahlung einer Corona-Prämie sicherstellen“.

Verdi unzufrieden mit Tarifergebnis

Verdi zeigte sich hingegen unzufrieden mit dem Ergebnis, die Forderungen der Gewerkschaft waren demnach höher gewesen. Es sei im Vergleich zu anderen Abschlüssen zusammen mit dem DJV im Medienbereich ein vergleichsweise schlechteres Tarifergebnis erzielt worden, hieß es von Verdi.

Der BDZV habe in der fünften Verhandlungsrunde sogar „ein teilweise noch schlechteres Angebot als in der vorherigen Verhandlungsrunde vorgelegt und dennoch die Zustimmung vom DJV dazu erhalten“. Von Reallohngewinn oder Inflationsausgleich trage das Ergebnis keine Spur. „Dass der DJV eine gemeinsame Verhandlungslinie verlassen hat, ließ sich nicht verhindern“, kritisiert der Verdi-Verhandlungsführer Matthias von Fintel das Verhandlungsgeschehen.

Die Tarifkommission der DJU in Verdi werde am kommenden Montag, den 14. Februar 2022, beraten, wie sie sich zu dem zwischen DJV und BDZV abgesprochen Tarifergebnis verhalten wird.

th mit dpa

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