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Debatte um Joe Rogan

Spotify will gegen Corona-Falschinformationen vorgehen, Rogan äußert sich

Daniel Ek, der CEO von Spotify

Spotify will alle Beiträge zu Covid-19 künftig mit einem Hinweis versehen, der Nutzer zu wissenschaftlich fundierten Informationen aus verlässlichen Quellen führen soll. Zuvor hatten Neil Young und Joni Mitchell ihre Musik bei Spotify aus Protest gegen eine Podcast-Folge von Joe Rogan abgezogen, bzw. angekündigt, dies zu tun. Rogan hat sich nun dazu geäußert.

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In einem knapp zehnminütigen Video sagte der 54-Jährige Rogan mit Blick auf seine Kritiker Neil Young und Joni Mitchell: „Es tut mir sehr leid, dass sie sich so fühlen, das ist ganz sicher nicht, was ich möchte. Ich bin ein großer Neil Young Fan.“ Zu seiner eigenen Show sagte er: „Ich plane alles selbst und mache es nicht immer richtig.“ Er wolle immer „mehrere Perspektiven und Meinungen“ aufzeigen. Es sei nicht seine Absicht, besonders kontrovers zu sein oder Falschinformationen zu verbreiten. Er verspricht, künftig bei kontroversen Themen dafür zu sorgen, Gegenpositionen schneller und besser aufzuzeigen.

Darüber hinaus zeigte sich der Moderator damit einverstanden, dass der Streamingdienst Beiträge zu Covid-19 künftig mit einem Hinweis versehen will. Der Gründer und Chef von Spotify, Daniel Ek, hatte diesen Schritt am Sonntag in einem Blogpost angekündigt.

Im MEEDIA-Podcast wird die Rolle des Joe Rogan-Podcasts diskutiert.

Zuvor hatten unter anderem Neil Young (76/“Heart of Gold“) und Joni Mitchell (78/“Big Yellow Taxi“) angekündigt, ihre Musik von Spotify abzuziehen. Damit protestierten sie gegen Rogans von zahlreichen Wissenschaftlern als verharmlosend kritisierten Corona-Podcast. Das Video-Statement von Rogan wurde kurz nach der Veröffentlichung auf Instagram bereits zwei Millionen Mal aufgerufen.

Diese neue Initiative gegen Falschinformationen werde in den kommenden Tagen weltweit umgesetzt, teilte der Spotify-Gründer und Chef des Unternehmens, Daniel Ek, am Sonntag in einem Blogeintrag mit. Damit gehe Spotify auf seine Nutzer ein, die in den vergangenen Tagen Fragen über die Grenze zwischen akzeptablen und inakzeptablen Inhalten der Plattform aufgeworfen hätten, hieß es weiter.

Auch Prinz Harry und seine Frau Meghan, die einen Exklusiv-Podcast auf Spotify haben, hatten sich kritisch zu dem Rogan-Podcast geäußert. Rogan hatte Ende vergangenes Jahr den in den USA bekannten Impfkritiker Dr. Robert Malone zu Gast, der in dem Podcast Falschinformationen zur Corona-Impfung und Verschwörungserzählungen verbreitete. Der Podcast „The Joe Rogan Experience“ ist mit bis zu elf Millionen Hörern pro Folge einer der meist gehörten Podcasts weltweit.

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