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Martin Noe wird Chefkorrespondent

Spiegel-Verlag baut Chefredaktion vom „Manager Magazin“ um

Die neue Chefredaktion des "Manager Magazins": Michael Freitag, Sven Oliver Clausen, Simone Salden – Foto: Manager Magazin / Johannes Arlt

Beim „Manager Magazin“ bahnt sich ein Umbau in der Chefredaktion an. Martin Noe, der früher für das „Handelsblatt“ arbeitete, gibt die Chefredaktion ab und wird Chefkorrespondent. Simone Salden und Michael Freitag werden stellvertretende Chefredakteure.

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Beim „Manager Magazin“ bahnt sich ein Umbau in der Chefredaktion an. Wie MEEDIA aus Verlagskreisen erfuhr, soll Martin Noe die Chefredaktion abgeben und künftig Chefkorrespondent des zum Spiegel-Verlag gehörenden Wirtschaftsmagazins werden. Der Wechsel in seine neue Funktion soll Ende Mai erfolgen, erfuhr MEEDIA aus Unternehmenskreisen.

Noe ist Historiker. Zunächst arbeitete der Journalist beim „Mannheimer Morgen“, wechselte später zum „Handelsblatt“ und war dort zuletzt Chefreporter. Seit Dezember 2018 ist er beim „Manager Magazin“ Chefredakteur mit Schwerpunkt Unternehmen, zuvor war er hier stellvertretender Chefredakteur. Zu stellvertretenden Chefredakteuren bei „MM“ werden ferner Simone Salden, stellvertretende Ressortleiterin Deutschland 2 beim „Spiegel“, und Michael Freitag ernannt, heißt es in „Spiegel“-Kreisen. Freitag war ebenfalls früher für das „Handelsblatt“ tätig.

Mit der Neuausrichtung wird Sven Clausen alleiniger Chefredakteur des „Manager Magazins“. Inzwischen bestätigt der Spiegel die Personalien in einer Pressemitteilung. Dazu Jennifer Lachman, Geschäftsführerin des Manager Magazin Verlags: „Unserer strategischen Fokussierung auf Digitalisierung und „Pay First“ folgt nun eine neue personelle Aufstellung an der Redaktionsspitze. Sven Clausen wird die erfolgreiche Arbeit der Chefredaktion fortsetzen und mit seinem neuen Führungsteam die vielfältigen digitalen Angebote sowie die Print-Ausgabe konsequent weiterentwickeln“, erklärt sie. Und fügt hinzu: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm, Simone Salden und Michael Freitag. Seit 50 Jahren ist das ‚Manager Magazin‘ Leitmedium der deutschen Wirtschaft, mit 18 erfolgreichen Jahren in der Chefredaktion hat Martin Noé daran einen maßgeblichen Anteil. Er hat den Titel mit seiner journalistischen und investigativen Expertise geprägt und dazu beigetragen, dass das manager magazin die Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten in den vergangenen Jahren steigern konnte. Ich danke ihm sehr und freue mich, dass uns seine Erfahrung in seiner neuen Rolle erhalten bleibt.“ 

Auch Sven Oliver Clausen kommentiert den Umbau an der Magazinspitze wie folgt: „Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer tiefgreifenden Transformation. Als Redaktion knüpfen wir an unsere große Tradition an und begleiten diesen beispiellosen Wandel journalistisch – ganz unserem Anspruch verpflichtet, die erste Quelle für deutschsprachige Wirtschaftsaufklärung zu sein. Dafür werden wir auch künftig unsere investigative Kraft ausspielen und dank unseres Vorwärtsdrangs ins Digitale noch mehr Leserinnen und Leser erreichen“, sagt er. Und weiter: „Ich freue mich, dass ich zwei exzellente Wirtschaftsjournalisten gewinnen konnte, mich auf diesem Weg zu begleiten. Michael Freitag ist einer der besten deutschen Investigativjournalisten, Simone Salden steht durch ihre Arbeit beim Spiegel nicht nur für ausgezeichneten Qualitätsjournalismus, sondern hat dort als Führungskraft zuletzt die Modernisierung und Digitalisierung des Angebots entscheidend vorangetrieben.“ 

Der Absatz der Zeitschrift hatte im 4. Quartal 2021 kräftig Federn gelassen. Die verkaufte Auflage des Magazins brach um fast 14 Prozent auf rund 88.500 Exemplare ein. Grund hierfür ist vor allem, dass der Verlag die Bordauflage reduziert hat. Damit ist der Absatz weit entfernt von den 100.000 Exemplaren, die die Zeitschrift lange Zeit auswies. Weiter gestärkt werden soll künftig das Digitalgeschäft.

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