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Münchner Agentur expandiert

David+Martin startet mit Mark Hassan und Sven Koesling in Berlin

v.l.: Sven Koesling und Mark Hassan – Foto: David+Martin

Was schon seit einiger Zeit in der Luft lag, wird jetzt offiziell: Die Münchner Kreativagentur David+Martin eröffnet ein Büro in Berlin. Die Gründungspartner kommen aus den eigenen Reihen: Berater Mark Hassan und Stratege Sven Koesling. Für den ersten Startkunden wurde eine Kampagne on air gebracht.

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Das letzte Jahr war mit Etatgewinnen wie Fielmann (MEEDIA berichtete), Guhl, Hannoversche, Betway und Motorola für David+Martin erfolgreich. Außerdem konnte die Agentur etliche neue Hochkaräter im Team begrüßen, unter anderem Hassan und Koesling, die zuvor beide bei BBDO Berlin arbeiteten. Bei der Expansion nach Berlin sei weniger der Wunsch nach einer zweiten Dependance entscheidend gewesen, sondern „eher eine Kombination aus Momentum und der Beziehung zu den neuen Partnern“ Hassan und Koesling. „Wir sind der Überzeugung, dass Mark und Sven nicht nur die Marke und Dynamik von David+Martin repräsentieren, sondern vor allem dem Standort Berlin ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken. Dabei verstehen wir sie nicht nur als beteiligte Mitarbeiter, sondern als starke und mündige Partner“, sagt Eggert.

Hassan und Koesling haben bereits zwei Mal zusammengearbeitet. Vor einigen Jahren kreuzten sich ihre Wege bei Heimat in Berlin und zuletzt waren sie Kollegen bei BBDO in Berlin – Hassan als Geschäftsführer Beratung und Koesling als Head of Strategy. Koesling über den gemeinsamen nächsten Schritt: „Mark und ich haben schon länger den Status Quo hinterfragt und den Wunsch, die eigenen Vorstellungen einer zeitgemäßen Agentur in die Tat umzusetzen. Wir wollen nicht einfach so weitermachen wie bisher und glauben, dass die lange etablierte Blaupause, nach der viele erfolgreiche Kreativagenturen aufgebaut sind, heute nicht mehr die nötige Sogwirkung auf attraktive Talente entwickeln kann.“. Hassan ergänzt: „Ganz gleich ob wir über Arbeitsmodelle, interne Politik, die Beziehung mit Kunden oder Wertschätzung für Mitarbeiter sprechen: Die Überschrift unserer gemeinsamen Reise lautet: Kann man heutzutage die führende Kreativagentur werden, ohne Arschloch sein zu müssen? Für diese Haltung haben wir mit David+Martin den perfekten Partner gefunden, der dieses Mantra seit Tag eins täglich lebt.“

Berliner Team hat für Abnehm-App Yazio eine Kampagne entwickelt

Neben der Partnerwahl gebe es mit den Nachfragen von Talent und Geschäft weitere gute Gründe, ein Büro an der Spree zu eröffnen. Im Januar starten mit Etat-Direktorin Viktoria Zielinski, Senior-Designerin Maria Botsch und Creative Director Jonas von Schwedes die ersten Mitarbeiter. Was das Geschäft angeht, will die Agentur vor allem mit Unternehmen zusammenarbeiten, die „wirklich etwas bewegen oder verändern wollen“. Das könnten sowohl große und tradierte Marken sein als auch Startups, die neben viel Performance nun auch „bewusster und stärker“ in ihre Marke investieren wollen.

Einige Neugeschäftsprozesse laufen, und die erste Arbeit ging schon live: Für Yazio, eine Abnehm-App mit über 50 Millionen Usern (laut David+Martin), hat das Team die erste Kampagne entwickelt. „Ernährung kann so einfach sein“ lautet der Titel der neuen Kampagne, die seit Jahresbeginn in TV, Online mit programmatischen Bannern und bei Spotify läuft. Ab Februar startet der bundesweite Out of Home Flight inklusive eines Murals (Hauswandmotiv) in Berlin. Die Kampagne wurde innerhalb von zwei Monaten mit dem Kunden unter Leitung von Robert Günter, VP Marketing, entwickelt und live gebracht. Im Kern stehen laut Agentur „humorvolle und einprägsame“ Motive, die aufzeigen sollen, dass Ernährung und Kalorienzählen „cool sein und Spaß machen kann“. Die Produktion übernahm Nugget, Regie führte Jen Krause und die Musik wurde von Yessian entwickelt. Für Media zeichnet Crossmedia in Berlin verantwortlich.

David+Martin wurde 2015 von David Stephan (Kreation) und Martin Eggert (Beratung) gegründet. Zu den Kunden des rund 50-köpfigen Teams zählen aktuell unter anderen Fielmann, Ritter Sport, Guhl, Netflix, „Süddeutsche Zeitung“, Betway, Motorola, Hannoversche und Bündnis 90/Die Grünen.

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