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Influencer Marketing

Klage gegen Pamela Reif wird zurückgezogen

Influencerin Pamela Reif kann aufatmen: Kein Prozess vor dem BGH wegen Schleichwerbung. Foto: Imago

Weil der Prozess gegen Pamela Reif aus Sicht des klagenden Verbands Sozialer Wettbewerb (VSW) nicht zu gewinnen sei, verzichtet dieser auf seine Klage gegen die Influencerin. Dem zugrunde liegt das Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zur Werbekennzeichnung von Influencer-Posts aus dem letzten Jahr.

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Wie „Horizont“ am Dienstag berichtete, sei der Richterspruch aus dem vergangenen September die Grundlage für die Entscheidung des VSW gewesen, dessen Klage zurückzunehmen. Damals wurden den Influencerinnen Cathy Hummels, Leonie Hanne und Luisa-Maxime Huss Schleichwerbung und Verstöße gegen das Lauterkeitsrecht vorgeworfen. Auch damals war der Kläger der VSW gewesen.

Der BGH entschied: Influencer-Posts sind nicht grundsätzlich als Werbung zu kennzeichnen. Eine solche Kennzeichnung ist erst dann erforderlich, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Für die Erwähnung einer Firma oder eines Produktes hat der oder die Influencerin eine Gegenleistung erhalten, der Beitrag verlinkt auf eine Website oder einen Online-Shop, oder er ist „übertrieben werblich“. Nicht gekennzeichnet werden müssen hingegen Beiträge, in denen ein sogenannter Tap Tag verwendet wird, also das Tippen auf den Post, um die vertaggten Firma sichtbar zu machen und auf ihr Profil zu gelangen. Dieses Urteil wurde in der Branche unterschiedlich aufgenommen.

Eigentlich hätte am 13. Januar der Prozess gegen Pamela Reif verhandelt werden sollen, doch das Grundsatzurteil aus dem letzten Jahr habe den VSW nun veranlasst, seine Klage zurückzuziehen.

Dennoch muss sich das BGH an diesem Tag mit der Kennzeichnung von Werbung im Influencer Marketing beschäftigen, denn nach wie vor sind dort zwei Klagen des VSW anhängig, die nach Ansicht des Verbands einer rechtlichen Bewertung bedürfen, berichtet „Horizont“ weiter. Dabei wird es unter anderem um die Frage gehen, ob auch Waren als kennzeichnungspflichtige Gegenleistung gelten. Die Beklagten in diesen Fällen sind die Influencerinnen Diana zur Löwen und Vanessa Lock. 

amx

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