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75-jähriges Bestehen

„Spiegel“-Verlagschef Hass rechnet im Jubiläumsjahr 2022 weiter mit Wachstum

Spiegel-Verlagschef Thomas Hass – Foto: Spiegel-Gruppe

Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ wird im nächsten Jahr 75 Jahre alt. Verlagschef Thomas Hass erwartet, dass die Spiegel-Gruppe 2022 weiter wächst. Auch 2021 wird der Umsatz zulegen – unter anderem durch das Bezahlangebot Spiegel+.

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Die „Spiegel“-Gruppe ist weiter auf Expansionskurs, auch im Jubiläumsjahr 2022: „75 Jahre nach seiner Gründung steht der ‚Spiegel‘ journalistisch wie wirtschaftlich hervorragend da“,  sagt Thomas Hass, Geschäftsführer des Spiegel-Verlags. Eine genaue Prognose gibt er aber nicht ab. Auch für das noch laufende Geschäftsjahr erwartet Hass einen Zuwachs. „Nach allem, was wir bisher wissen, werden wir das Geschäftsjahr 2021 mit einem Ergebnis abschließen, das weit über dem schon guten Vorjahr 2020 liegt“. So soll der Gesamtumsatz der Spiegel-Gruppe im 2021 voraussichtlich um mehr als 20 Millionen Euro gegenüber 2020 klettern. „Allein mit dem Bezahlangebot ‚Spiegel+‘ wird der Verlag um über zehn Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr wachsen“, heißt es. Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolgs des Medienhauses sei die stabile Umsatzentwicklung im klassischen Handel. „Wachstumsmotor bleibt das Digital-Geschäft mit deutlichen Steigerungen bei den Vertriebserlösen. Die publizistische Kraft des ‚Spiegel‘ und die Investition in das Lesergeschäft sind die wichtigsten Bausteine für Stabilität und Wachstum in unserem Verlag. Wir sind auf dem richtigen Kurs und schaffen es unverändert, unser höchstes Gut – die Unabhängigkeit – aus eigener Substanz heraus zu sichern“, so Hass.

Erstmals erschien das Nachrichtenmagazin am 4. Januar 1947. Gründer war Rudolf Augstein. Für den Verleger war der „Spiegel“ „ein Magazin, das nur seinen Leserinnen und Lesern verpflichtet war und vor keiner Autorität kuschen sollte“, teilt das Unternehmen mit.

„Spiegel“-Chefredakteur Steffen Klusmann sieht für das Magazin weiter gute Absatzchancen. „Wir erleben eine historische Zeit. In Deutschland formiert sich nach 16 Jahren Merkel eine neue Regierung, weltweit gewinnen autoritäre Herrschaftsformen zunehmend Anhänger, der Klimawandel bedroht unsere Lebensgrundlagen, das Corona-Virus hat unsere Welt dramatisch verändert“, so der Journalist und fügt hinzu: „In solchen Zeiten schauen die Menschen auf den ‚Spiegel‘: Weil wir Orientierung geben, weil wir genauer hinsehen als andere und weil wir sagen, was ist.“ Klusmann weiter: „Wir müssen uns dringend darüber Gedanken machen, wie Medien und Öffentlichkeit in Zukunft aussehen sollen. Dafür wollen wir unser Jubiläum nutzen und mit unseren Leserinnen und Lesern über den Journalismus für die Zukunft diskutieren.“

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