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Mit 90 Jahren

Langjähriger „SZ“-Chefredakteur Dieter Schröder gestorben

Der langjährige "SZ"-Chefredakteur Dieter Schröder ist tot – Foto: Imago

Die „Süddeutsche Zeitung“ trauert um ihren langjährigen Chefredakteur Dieter Schröder. Der Berliner war von 1976 bis 1995 Mitglied der „SZ“-Chefredaktion, davon zehn Jahre als alleiniger Chefredakteur. Später gab er für Gruner + Jahr fünf Jahre lang die „Berliner Zeitung“ heraus.

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„Unter ihm wurde die ‚Süddeutsche Zeitung‘, was sie bis heute ist“, ehrt „SZ“-Autor Kurt Kister den ehemaligen Medienfunktionär in seinem Nachruf. Besonders an Schröder sei die Vereinigung von Chefredakteur und Leitartikler in einer Person gewesen. Unter ihm etablierte die „Süddeutsche Zeitung“ eine überregionale Ausgabe, führte das „SZ Magazin“ ein und vergrößerte ihr Korrespondentennetz. All das ließ die Auflage massiv ansteigen.

Beinahe sein gesamtes Berufsleben blieb Dieter Schröder der „Süddeutschen Zeitung“ treu. Angefangen als junger Lokalredakteur in München wurde er schon mit Anfang zwanzig Bonner Korrespondent der „SZ“, was er zehn Jahre lang blieb. Nach zwei Jahren als Reporter beim „Spiegel“ kehrte er schnell wieder zu seinem Heimatmedium zurück, diesmal als London-Korrespondent für sechs Jahre. Als Außenpolitikchef wurde er Anfang der Siebzigerjahre schließlich Mitglied der Chefredaktion, später alleiniger Chefredakteur.

Mit 65 Jahren übernahm er im Jahr 1996 sogar noch einmal eine völlig neue Rolle – als Herausgeber von Gruner + Jahrs „Berliner Zeitung“. Auch nach seiner Verabschiedung aus dieser Rolle im Jahr 2001 schrieb er weiter für das Blatt.

th

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