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Erfolgreiches Börsenlisting

Kinder-Audioboxen-Anbieter Tonies wird zum Einhorn

Die Toniebox-Erfinder Marcus Stahl und Patric Faßbender (re). – Foto: Tonies SE

Es gibt sie noch: Erfolgsstorys von neuen Medien-Start-ups made in Germany. Der Tonies SE, Hersteller der beliebten Tonieboxen, ist heute via SPAC-Deal ein erfolgreiches Börsenlisting in Frankfurt gelungen. Der Düsseldorfer Audioboxen-Anbieter ist aus dem Stand mehr als eine Milliarde Euro wert.

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Nicht nur Kinder lieben die Toniebox. Auch beim Börsendebüt in Frankfurt rissen sich Anleger förmlich um die neu gelisteten Aktien des Mutterkonzerns, der Tonies SE. Am Ende des ersten Handelstags legte das Papier um knapp 16 Prozent zu auf 13,80 Euro. Der Eröffnungskurs hatte noch bei 12,50 Euro gelegen. 

Der Weg an die Börse verlief nicht über eine klassische Neuemission, bei der interessierte Anleger die Aktien zeichnen können, sondern über einen modernen Weg, der in diesen Tagen an der Wall Street von vielen Internet-Startups und auch US-Medienunternehmen wie „Buzzfeed“ oder „Vice“ favorisiert wird: den Gang an die Kapitalmärkte über einen sogenannten SPAC-Deal. 

Per SPAC-Deal an die Börse 

Das Konzept dahinter ist folgendes: Ein SPAC (die Kurzform für Special Purpose Acquisition Company) ist eine Art Mantelgesellschaft, die an der Börse debütiert – und zwar mit einer eindeutigen Mission: mit einem anderen Unternehmen zu fusionieren oder es zu übernehmen.

Die Fusion fand am Freitag zwischen der 468 SPAC SE und der Toniebox-Mutter Boxine statt. Nach dem Zusammenschluss nennt sich das fusionierte Unternehmen nun Tonies SE, ein angesichts des Kernprodukts Toniebox weitaus eingängiger Firmenname.

Kultprodukt Toniebox bereits 2,4 Millionen Mal verkauft

Die Toniebox kam vor fünf Jahren auf den Markt und genießt bei Eltern und Kindern inzwischen regelrecht Kultstatus. 2,4 Millionen Mal wurde die etwa 80 Euro teure Audiobox inzwischen verkauft. Einen weiteren Teil der Umsätze generieren die Düsseldorfer über die Inhalte, die in Form von Spielfiguren – den Tonies – angeboten werden.

Der Clou: Setzt man einen Tonie auf den Soundwürfel, startet ein Hörspiel. 250 verschiedene Tonie-Figuren gibt es inzwischen, die über 25 Millionen Mal verkauft wurden. 

Aus dem Stand mit Milliardenbewertung  

Im laufenden Geschäftsjahr rechnen die Gründer Patric Faßbender und Marcus Stahl mit Umsätzen von 170 Millionen Euro – bis 2025 sollen es sogar 700 Millionen Euro werden. Entsprechend groß ist das Anlegerinteresse, das Tonies nach dem erfolgreichen Börsenlistung aus dem Stand zum Einhorn macht – zu einem Unternehmen mit einem Börsenwert von über einer Milliarde Euro.    

„Die Notierung an der Frankfurter Börse ist ein wichtiger Meilenstein für das zukünftige Wachstum von Tonies und legt den Grundstein für unsere ehrgeizigen Expansionspläne“, kommentierte Co-CEO Marcus Stahl das Börsenlisting. 

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