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Streaming-Hitlisten der AGF vom Oktober

„Kevin Kühnert und die SPD“ online extrem erfolgreich

© MDR/NDR/Lucas Stratmann

Bei den erfolgreichsten Sendungen aus den Mediatheken von ARD, ZDF, RTL, ProSiebenSat.1 & Co. punkteten im Oktober die Dauerbrenner – bis auf eine Ausnahme.

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Die kürzlich veröffentlichten Streamingzahlen der AGF belegen: Krimis laufen im Ersten immer gut, sowohl im linearen TV als auch über die Mediathek. Und je älter das Format desto klassischer die Mediennutzung. So führt der Tatort bei der gemessen Nettoreichweite TV+Streaming mit den Folgen: „Tatort:Blind Date“ mit einer Netto-Reichweite von 16,972 Millionen, „Tatort: Borowski und der gute Mensch“ mit einer Netto-Reichweite von 16,912 Millionen und „Tatort: Luna frisst oder stirbt“ mit einer Netto-Reichweite von 15,026 Millionen die Plätze eins bis drei in der Top-20-Hitlists zwar an, wird aber bei der ausschließlichen Betrachtung der Streamingzahlen von dem Spitzenreiter, dem Krimi-Zweiteiler „Charlotte Link: Die Suche“, mit Streaming-Only-Reichweiten von 839.000 und 797.000 auf die Ränge 11, 14 und 16 verwiesen.

Ein Überraschungserfolg war hingegen die NDR-Doku-Reihe „Kevin Kühnert und die SPD“ mit einer gestreamten Nettoreichweite von bis zu 753.000 pro Folge. Die erfolgreichste der insgesamt sechs Folgen lockte sogar noch mehr Zuschauerinnen und Zuschauer als der Streaming-Liebling des ZDFs, die „heute-show“, mit Oktober-Netto-Reichweiten von 544.000 bis 671.000.

Auch beim ZDF liefen Krimis online gut. Die Reihe „Jenseits der Spree“ erzielte konstante Werte zwischen 570.000 und 580.000 und überholte damit sogar etabliertere Formate wie die Late-Night-Satire-Sendung „ZDF Magazin Royal“ mit einem Reichweitenwert von bis zu 363.000.

Die Sendungen von 3sat liefen verglichen mit anderen Formaten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und gemessen an den gesamten Zuschauerzahlen in der Kategorie Streaming-Only am erfolgreichsten – allen voran der Spielfilm „Der 7. Tag“ mit einer Netto-Reichweite von 556.000. Arte schaffte es mit der Doku „Auslaufmodell Supermarkt“ auf Rang 4 der Top-20 von 3sat, arte und KiKA. Eine Nettoreichweite von bis zu 223.000 erzielte der KiKA mit der Reality-Reihe „Die Mixed-WG – Fiesta Gran Canaria“.

Bei RTL füllte die Sendung „Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare“ im Oktober mit zwölf Folgen auch die ersten zwölf Plätze der Top-20-Liste gemessen an Streaming-Reichweite. Spitzenreiter waren dabei die Folgen eins und zehn mit Nettoreichweiten von 448.000 und 424.000. Neben weiteren bekannteren Formaten wie der Sendung „Bachelor in Paradise“ mit einer Streamingreichweite von bis zu 218.000, landete die erste Folge der neuen Datingshow „Date or drop“ auf Platz 15 mit 183.000 und damit noch vor dem Dauerbrenner „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ mit einem maximalen Wert von 170.000.

Auch die Liste der reichweitenstärksten Titel der Sender ProSieben und Sat.1 im Bereich Streaming wurde von etablierten Sendungen dominiert. Die im Oktober erfolgreichste Folge von „The Voice of Germany“ lag bei einer Zahl von 344.000 und führt im Ranking vor der Sendung „The Masked Singer“ auf Platz zwei mit einer Reichweite von 293.000. Die Serie „The Taste“ schafft es als erste Sendung von Sat.1 im Oktoberranking auf Platz 6 mit einer Streaming-Nettoreichweite von 207.000. Die noch sehr neue Sat.1-Serie „Die Herzblut-Aufgabe – Promis in der Pflege“ erzielte mit der ersten Folge eine Reichweite von 67.000, rutsche bei Folge zwei jedoch auf eine Reichweite von 46.000 runter.

Zur Methodik: Die monatlichen Hitlisten der AGF basieren ausschließlich auf dem TV-Content und erhalten keine Web-only-Formate. Die Nettoreichweite ergibt sich aus der Zahl der Personen, die den Bewegtbildinhalt der gemessen Angebote für mindestens eine Sekunde gesehen haben. Mehrfachnutzungen einer Person werden nur einmal gezählt. Ausgeschlossen werden Sendungen, die im Sendeprotokoll der Anbieter als Wiederholung gekennzeichnet wurden.

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