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Fragebogen

Der Schönwetterradfahrer

Langhans Feierabend

Nils ist Gründer und Geschäftsführer der Strategieberatung KAUFMANN/LANGHANS. Zuvor war er für den ehemaligen Obama-Berater Julius van de Laar tätig. Als Autor arbeitet Nils aktuell an seinem ersten Roman - Foto: Nils Langhans

Was tun Branchenpersönlichkeiten eigentlich nach Feierabend? Wofür geben sie gerne Geld aus und sind sie für Netflix oder doch für Fitness? Wir haben bei Nils Langhans, dem Gründer von Kaufmann/Langhans nachgefragt.

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Wie lange brauchen Sie vom Büro nach Hause?

30 Minuten mit der S-Bahn und zu Fuß oder 30 Minuten mit dem Rad (ich bin Schönwetterradfahrer).

Was tun Sie auf dem Heimweg?

Meist lese ich, manchmal telefoniere ich, manchmal – wenn ich zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs bin – schaue ich mich ein wenig in der Gegend um, wippt der Tag und das Getane in mir nach.

Was ist für Ihre Work-Life-Balance unersetzlich?

Ich muss schreiben und ich muss spazieren, beides eigentlich jeden Tag.

Und für wen sind Sie unersetzlich?

Ich hoffe, für diejenigen, über die ich selbiges sagen würde.

Wann waren Sie das letzte Mal richtig spontan?

Ich bin entsetzlich unspontan.

Und was bremst Sie leider immer wieder aus?

Ich bremse hin und wieder ganz gerne, aus freien Stücken. Dann kann ich mich einen Moment umschauen, die Dinge rasseln weniger, verschwimmen weniger, gewinnen Kontur, treten hervor.

Wohin träumen Sie sich in die Ferne?

Aktuell nach Japan, genauer Kyoto, dann nach Paris an einem verregneten Morgen auf der Rue Rivoli und natürlich nach Schottland in so eine ockerfarben gewellte spätnachmittägliche Nebellandschaft.

Haben Sie einen guten Film- oder Serien-Tipp für uns?

Ich mag keine Serien.

Ihr Lieblingsbuch heißt …

Wechseln wir in den Plural, Lieblingsbücher: „Der Mythos des Sisyphos“ von Albert Camus die Vorlesungen von Anselm Kiefer am Collège de France, praktisch alles von Friederike Mayröcker, Roland Barthes, Annie Ernaux, W.G. Sebald, vielleicht „Canto“ von Paul Nizon, natürlich Musils „Der Mann ohne Eigenschaften“, aber auch sehr gegenwärtige Autor*innen wie Ocean Vuong oder Senthuran Varatharajah.

Ihr Lieblingsrestaurant heißt …

Ich mag das Grill Royal gern, weil es so ein schönes Klischee ist, so ein helmutdietlhafter Ort. Und natürlich die Mozzarella Bar und das Hackbarths.

Fankurve oder Theatersaal?

Ich gehe gern ins Theater, am liebsten ins Gorki, auch wenn ich als Kind und Jugendlicher einige Dutzend Male sehr gern auf der Südtribüne in Dortmund gestanden habe.

Von der Stange oder nach Maß?

Bis dato immer von der Stange.

Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Für Bücher, für sehr gutes Essen, für Reisen.

Und was gehört zu Ihren Guilty Pleasures?

Dass meine Guilty Pleasures so gar keine Schuldgefühle in mir erzeugen.

Der Sinn des Lebens ist …

im Sinne Camus‘ das Erkennen und Annehmen des Absurden als Grundlage für eine Freiheit, in der man seinem Leben jeden Sinn verleihen kann, den man für geboten hält.

Und irgendwann werden Sie ganz sicher …

sterben.


Lieben Sie auch helmutdietlhafte Restaurants? Schreiben Sie uns gerne an feierabendmacher@meedia.de

Langhans_frühere Feierabendmacher
Alexander Kiock, Sara Sihelnik, Blundstone Osterberger, Peter Turi

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