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Axel Springer

„Bild Live“ soll mittelfristig hinter die Paywall

Jan Bayer – Foto: Axel Springer SE

Springer-Vorstand Jan Bayer, zuständig für News Media, erhofft sich großes Wachstum in seinem Verantwortungsbereich: Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen 600 neue Journalisten eingestellt werden. „Bild Live“ soll digital hinter die Paywall rücken.

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Jan Bayer gibt im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (€) Einblicke in die strategische Planung bei Springer. Nach der milliardenschweren Übernahme des US-Portals „Politico“ soll der redaktionelle Bereich konzernweit offenbar weiter ausgebaut werden.

„Von den 16.000 Mitarbeitern bei Axel Springer arbeiten 9.000 im Medienbereich, davon sind 2.400 Journalistinnen und Journalisten, und das sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre mehr als 3.000 werden, ein Viertel mehr. ‚Politico‘ ist hier noch nicht eingerechnet“, so Bayer optimistisch.

„Mittelfristig wird ‚Bild-Live‘ ein wichtiger Teil unseres Bezahlangebots“

Von diesem Ausbau profitierte in Deutschland zuletzt vor allem die Marke „Bild“. 70 neue Stellen wurden für die Einführung des TV-Angebots geschaffen. Auch hier könnte Springer bald eine Kursänderung vornehmen. „‚Bild-Live‘, also das Bewegtbild-Angebot von ‚Bild‘, ist für mich Teil unserer Digitalstrategie. Bewegtbild wird immer wichtiger. Mittelfristig wird ‚Bild-Live‘ ein wichtiger Teil unseres Bezahlangebots, also von ‚Bild+'“, so Bayer.

„Wir sind überzeugt davon, dass herausragender Journalismus nicht kostenlos sein kann. Daneben haben wir ‚Bild‘ auch ins Fernsehen gebracht, weil hier die Monetarisierung derzeit noch attraktiver ist.“

th

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