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Taylor Swift, "Kleine Germanen", Roberto Bolaño

Diese Doku über Rechtsextremismus sollten Sie unbedingt ansehen

"Kleine Germanen" – Foto: Little Dream Entertainment

Sehen, hören, lesen – gerade zur Urlaubszeit sollte das nicht zu kurz kommen. Zumal endlich mal die Zeit dafür ist. Also geben auch diesmal MEEDIA-Redakteur*innen Tipps. Diese Woche:

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Nils Jacobsen empfiehlt: Taylor Swift – „Folklore“ / „Evermore“

Taylor Swift – Foto: Imago Images

Ich habe wirklich versucht, Taylor Swift nicht zu mögen – es ist mir gründlich misslungen. All das Drama der frühen Jahre, die kleinen und großen Nachtritte nach Ex-Lieben und -Affären, die die Scherereien mit Kanye West, Kim Kardashian, Katy Perry, etc. pp. – aber am Ende zählt die Musik, nicht wahr? Der inzwischen 31-Jährigen ist etwas gelungen, was bis auf Drake kein Popstar von sich behaupten kann: Sie ist in der vergangenen Dekade mit jedem Album besser geworden. Vorläufiger Höhepunkt: Die Schwesternalben „Folklore“ und „Evermore“ aus dem vergangenen Jahr, die zum Inbegriff der Corona-Alben geworden sind.

Ben Krischke empfiehlt: „Kleine Germanen“

Obgleich sie alle wichtig sind, die Dokumentationen über den Rechtsextremismus, „Kleine Germanen“ (Regie: Mohammad Farokhmanesh und Frank Geiger) ist genauso erfrischend wie erschreckend. Aus dem Off berichtet die Erzählerin, wie sie von Kindes Beinen an im Sinne der NS-Ideologie erzogen wird – und welche weitreichenden Folgen das für ihr gesamtes Leben hat. Zu Wort kommen in der Doku, die derzeit auf Amazon verfügbar ist, auch Vertreter der rechten Szene, die Einblicke in ihre Kindheit geben und erklären, wie sie die eigenen Kinder erziehen.

Thomas Borgböhmer empfiehlt: Roberto Bolaño – „Die Nöte des wahren Polizisten“

Roberto Bolaño ist früh gestorben, leider. Genügend Werke hat der Chilene in den fünf Jahrzehnten seines Lebens aber hinterlassen. Unter anderem „Die Nöte des wahren Polizisten“: Wem sein gefeierter Roman „2666“ zu mächtig erscheint, bekommt mit dem recht schmalen Band einen angenehmen Zugang in die literarische Welt des Autors, samt ihrer wiederkehrenden Figuren.

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