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Nach weiterem Gespräch

Vorerst kein“Klima vor acht“-Format in der ARD

Foto: ARD Design

Bei der ARD wird es vorerst kein wöchentliches Klima-Format am Vorabend geben. Dies gab die Initiative Klima vor acht bekannt. Dort habe man sich seitens der Öffentlich-Rechtlichen, wie es heißt, „mehr Weitblick und Mut“ gewünscht.

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Zum dritten Mal haben sich Vertreter*innen der ARD und der Initiative Klima vor acht am vergangenen Freitag getroffen, um über ein regelmäßiges Klimaformat in den 15 Minuten vor acht im Ersten zu sprechen. Bei dem virtuellen Gespräch waren seitens der ARD unter anderem die Programmdirektorin Christine Strobl und ihr Stellvertreter Florian Hager sowie weitere Vertreter*innen dabei. Das Ergebnis: Die Themen Klima und Artenvielfalt sollen ab sofort mindestens einmal die Woche innerhalb der Viertelstunde vor acht behandelt werden. Außerdem sei auf Vorschlag der ARD künftig ein regelmäßiger Austausch mit der Klima-Initiative über die Berichterstattung in der Viertelstunde vor acht verabredet worden.

Zwar sei die Gesprächsatmosphäre gut gewesen, heißt in der Mitteilung der Initiative. Der Pressesprecher von Klima vor acht, Norman Schumann, sagt aber: „Ein regelmäßiges Klimaformat zur besten Sendezeit scheint bei der ARD derzeit nicht möglich zu sein. Wir hätten uns mehr Weitblick und Mut von den Öffentlich-Rechtlichen gewünscht.“ Positiv sei allerdings, „dass die ARD auf unsere Anregung hin nun auch die Artenvielfalt stärker in den Fokus der Berichterstattung nehmen will“, so Schumann.

„Fernsehlandschaft muss sich in Teilen neu erfinden“, so Friederike Mayer von der Initiative

Der Sender hatte bereits im Juni mitgeteilt, künftig zweimal wöchentlich im Rahmen von „Wissen vor acht“ Themen aus den Bereichen Klima und Nachhaltigkeit aufgreifen zu wollen. Für die Verantwortlichen der Klima° vor acht ist das Ergebnis der Gespräche dennoch enttäuschend.

Die 2. Vorsitzende, Friederike Mayer, sagt: „Die Fernsehlandschaft muss sich in Teilen neu erfinden, um diese beispiellose Krise medial zu bewältigen. Daran werden wir die ARD und alle anderen Sender weiter erinnern und gerne mit unserer Expertise unterstützen.“ 

Seit Anfang Juli gibt es das „Klima Update“ bei RTL, das zusammen mit „Geo“ von Gruner + Jahr und der Initiative Klima vor acht entsteht. Das Format soll unter anderem Erklärungen zu verschiedenen Klimaphänomenen wie dem Treibhauseffekt liefern. In der Vorwoche feierte die Sendung ihre Premiere, im Anschluss an die Hauptausgabe von „RTL Aktuell“ (MEEDIA berichtete).

tb

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