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Mit "Real-Leser-Faktor" und IVW-Basis

Blue Ocean stellt den neuen „Kids-Medien-Kompass“ vor

Der "Kids-Medien-Kompass" von Blue Ocean

Spannender neuer Ansatz im Segment der Printmedien-Reichweitenstudien. Im ersten „Kids-Medien-Kompass“ errechnet Blue Ocean den „Real-Leser-Faktor“ und bezieht die IVW-Auflage als Basis ein.

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Nachdem die Burda-Tochter Blue Ocean in den Jahren 2017 bis 2019 Teil des „Kinder Medien Monitors“ war, verließ man den Zusammenschluss mit Egmont Ehapa, Gruner+Jahr, Panini, dem „Spiegel“ und der „Zeit“, um eigene Wege in Sachen Reichweitenstudie zu gehen. Das Ergebnis liegt nun vor und heißt „Kids-Medien-Kompass“.

Spannend ist dabei nicht nur, dass es eine weitere Reichweitenstudie für Kinder-Printmedien gibt – der „Kinder Medien Monitor“ erscheint ja auch ohne Blue Ocean weiter -, sondern dass Blue Ocean einen neuen Ansatz gewählt hat, den insbesondere MEEDIA seit Jahren bei vielen kritischen Stücken über MA & Co. gefordert hat. Denn: Blue Ocean hat als Grundlage für die Berechnungen die verkaufte Auflage der IVW mit einberechnet. Das Kinder-Segment ist eins, das in der IVW umfangreich vertreten ist – mit derzeit rund 50 Titeln.

Zusätzlich hat Blue Ocean dann das Marktforschungsinstitut Forsa beauftragt, einen „Real-Leser-Faktor“ zu ermitteln. Sprich: Wie viele Personen lesen ein gekauftes Exemplar eines bestimmten Kindermagazins. „Real-Leser-Faktor“ multipliziert mit verkaufter Auflage laut IVW ergibt dann die Reichweite des Titels.

Das Ergebnis bei der repräsentativen Befragung von 2.515 Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 13 Jahren: Im Durchschnitt erreichen die Kinderzeitschriften pro Exemplar 2,79 Personen. Darunter auch viele Eltern, denn: „44 Prozent der Eltern lesen die Zeitschrift mit ihrem Kind“, so der „Kids-Medien-Kompass“.

Erfreulich für Blue Ocean selbst: Bei den eigenen Titeln liegt der „Real-Leser-Faktor“ mit 2,98 leicht über dem Marktdurchschnitt. Die Reichweiten errechnen sich dann wie erwähnt durch Multiplikation. Zum Beispiel die des Auflagen-Marktführers „Lego Ninjago“. Laut IVW kam das Magazin im ersten Quartal 2021 auf 169.157 verkaufte Exemplare, der „Real-Leser-Faktor“ liegt hier sogar bei 3,46 – ergibt dann eine Reichweite von 585.000.

Der Ansatz des „Kids-Medien-Kompasses“, so einleuchtend er auch ist, ist neu im deutschen Printmarkt. Es wäre wünschenswert, wenn auch in anderen Segmenten als den Kinderzeitschriften – möglichst von unabhängiger Stelle oder von Verlags-Zusammenschlüssen – ein solcher Weg mit IVW-Grundlage und „Real-Leser-Faktor“ gegangen würde. Nachvollziehbarer als manche MA-Reichweite wären die Zahlen sicher.

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