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Ungeliebter Sponsor

Cristiano Ronaldo und die Sache mit den Cola-Flaschen

Cristiano Ronaldo – Foto: IMAGO / Nicolo Campo

Fußball-Weltstar Cristiano Rolando schiebt in einer EM-Pressekonferenz Flaschen des Sponsors Coca-Cola demonstrativ weg und tauscht sie gegen Wasser aus. Die Marktkapitalisierung von Coca-Cola sank nach der Aktion um vier Milliarden Dollar.

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36 Jahre ist Cristiano Ronaldo alt, nach wie vor gilt er als einer der besten Fußballer der Welt. Manche sagen: der beste. Eine gesunde Ernährung, hartes Training und Disziplin spielen in seinem Leben eine wichtige Rolle. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Zuckerbrause Coca-Cola nicht in sein Ernährungskonzept passt. Das machte Ronaldo gestern bei einer Pressekonferenz vor dem EM-Spiel Portugal gegen Ungarn deutlich. Denn: Bereits 250 ml Cola enthalten 27 Gramm Zucker, das enspricht sieben Stück Zucker, teilt Coca-Cola auf der Schweizer Seite des Unternehmens mit.

Coca-Cola ist einer der Hauptsponsoren der Uefa-Euro-2020, deshalb standen aus Werbezwecken vor Ronaldo zwei kleine Coca-Cola Flaschen auf dem Tisch. Zu Beginn der Konferenz schob Ronaldo die Flaschen zur Seite, fast aus dem Bereich der Kamera. „Agua“ (Wasser) sagte er und holte eine Wasserflasche ohne Markenkennzeichnung auf den Tisch. Der YouTube-Kanal „ran Bundesliga“ titelte „Ronaldo hasst Cola! Superstar entfernt Flaschen…“. Ob er Cola tatsächlich hasst, ist unklar. Auf seinen sozialen Netzwerken äußerte sich Ronaldo bisher nicht zu der Aktion.

Coca-Cola Aktie gab um 1,6 Prozent nach

Die Anleger der Coca-Cola Aktie zeigten sich verstimmt. Wie der englische „Guardian“ berichtet, gab die Aktie kurz nach der Aktion um 1,6 Prozent von 56,10 auf 55,22 Dollar nach. Der gesamte Marktwert schrumpfte auf 238 Milliarden Dollar, ein Rückgang von vier Milliarden Dollar. Vor Ronaldos Geste lag der Marktwert des Unternehmens bei 242 Milliarden Dollar. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass diese Kursschwankung nur wegen Ronaldos Cola-Ablehnung geschah. Zahlreiche Medien berichteten über den Kursrückgang im zeitlichen Zusammenhang mit dem Wegstellen der Cola-Flaschen, auch MEEDIA.

Erfahren Sie hier den wahren Grund des Kurseinbruches (+)

Coca-Cola antwortete am Dienstag mit einem Statement: Jeder dürfe trinken, was er wolle. Und ein Euro-Sprecher machte klar, dass Spieler neben normaler Cola auch Wasser oder Coca-Cola Zero bei der Pressekonferenz angeboten bekämen. Na dann.

Korrektur-Hinweis: In einer früheren Version war in der Überschrift zu lesen, dass Ronaldo den Kursrückgang der Coca-Cola-Aktie „verursacht“ habe. Es handelt sich aber nur um einen zeitlichen Zusammenhang. Wir haben den Text entsprechend angepasst.

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