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Neuer Standort gesucht

Magazinhaus Gruner + Jahr stoppt seinen geplanten Neubau in der Hafencity

G+J-Verlagsgebäude am Baumwall in Hamburg, Foto: Imago Images / Joko

Kurz vor einer möglichen Fusion mit RTL beerdigt das Magazinhaus Gruner + Jahr seine Neubaupläne in der Hafencity. Nun sucht die Bertelsmann-Verlagstochter einen neuen Standort innerhalb Hamburgs.

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Wenige Monate vor einer möglichen Verschmelzung mit dem Fernsehkonzern RTL stoppt das Hamburger Magazinhaus Gruner + Jahr seinen geplanten Neubau am Lohsepark in der Hafencity. Über diese Entwicklung hat die G+J-Geschäftsführung am Donnerstag die Hansestadt Hamburg informiert. G+J will dem Standort Hamburg aber treu bleiben und sucht innerhalb der Stadt jetzt einen neuen Bürostandort.

Oliver Radtke, Geschäftsführer Gruner + Jahr, hierzu: „Hamburg ist und bleibt eine gute Stadt für Gruner + Jahr. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Und es ist eine der ersten Adressen für Journalistinnen und Journalisten in Deutschland. Da wir den Baumwall verlassen werden, suchen wir gemeinsam mit der Stadt geeignete zeitgemäße Flächen für uns. Das Bauprojekt am Lohsepark lag bereits mehr als drei Jahre hinter dem Zeitplan, wir können und möchten hier nun nicht länger warten. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir eine andere passende Immobilie in Hamburg finden.“   

Das Neubau-Projekt steht seit längerem unter einem ungünstigen Stern. Zuletzt hatten Anwohner gegen das Vorhaben protestiert, da sich auf dem Baugelände eine seltene Falter-Art breit gemacht hatte (MEEDIA berichtete). Zudem gab es Ärger wegen einer Stromtrasse, die entlang der naheliegenden Bahnstrecke elektromagnetische Felder ausgestrahlt haben soll. Fraglich ist nun, wie schnell sich ein neuer geeigneter Standort findet.

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