Anzeige

Apple Podcasts Abonnements

Apple startet Podcast-Offensive – mit kostenpflichtigem Abo-Dienst

Apple Podcasts Abonnements: globaler Marktplatz für Premium-Audio-Inhalte – Foto: © Apple Inc.

Es sah nach einem Non-Event aus, dann wurde es ein Produktfeuerwerk: Apple hat bei seinem „Spring Event“ gleich mehrfach überrascht. Nicht nur ein neues iPad Pro, bunte iMacs, ein neues Apple TV und die Gerätfinder AirTags stellte Apple vor, sondern auch einen Premium-Podcast-Dienst, der Medienmachern neue Erlösquellen verspricht.

Anzeige

Die Gerüchte hielten sich bereits seit Jahresbeginn. Würde Apple nach seinen Abo-Angeboten Apple Music, Apple Arcade, Apple TV+, Apple News+ nun auch im Podcast-Bereich, der seit 2005 existiert, aber bis dato nie besonders hervorgehoben wurde, auch einen Premium-Dienst starten?

Tatsächlich hat Apple genau das vor. Der wertvollste Konzern der Welt stellte heute in einer überraschend dicht gedrängten Presseveranstaltung mit „Apple Podcasts Abonnements“ einen Premium-Dienst vor, bei dem Nutzer ausgewählte Podcasts kostenpflichtig abonnieren können.

Apple Podcasts Abonnements soll im Mai in 170 Ländern – darunter auch Deutschland – als eigenständige App angeboten werden. Die Anreize für die Premium-Podcasts bestehen laut Apple im „werbefreien Hören, Zugang zu zusätzlichen Inhalten und frühzeitigen oder exklusiven Zugang zu neuen Folgen“. Über die Preisgestaltung wurde noch nichts bekannt; sie soll aber von den Podcastern individuell festgelegt werden und beim Mindestpreis von 49 Cent in den USA starten.

Apple Podcasts Abonnements: „Der Spiegel“ vom Start an dabei

Mit am Start sind etwa „NPR“, die „Los Angeles Times“, „The Athletic“ und auch „Der Spiegel“. „Wir freuen uns über diese signifikante Investition von Apple im Bereich Podcasting, die uns neue, langfristige Einnahmemöglichkeiten eröffnet, mit denen wir noch ambitionierteren unabhängigen Audiojournalismus betreiben können“, wird Stefan Ottlitz, Geschäftsführer und Head of Product des Spiegel-Verlags, im begleitenden Pressestatement zitiert.

Finanziell stehen Podcaster allerdings vor dem gleichen Problem wie andere Content-Produzenten, die ihre Inhalte in den App Store stellen – die Präsenz auf der Apple-Plattform kostet eine entsprechende Umsatzbeteiligung. 30 Prozent der Erlöse will Apple auch von Podcast-Abos im ersten Jahr einbehalten, wie Tech-Reporter Casey Newton auf Twitter berichtet. Im zweiten Jahr fällt die Umsatzbeteiligung dann auf 15 Prozent.

Während die Podcast-Offensive für die Medienbranche die sicherlich spannendste Neuerung des Apple-Events war, brannte der Techpionier aus Cupertino darüber hinaus noch ein ziemlich überraschendes Hardware-Feuerwerk ab.

Neue iPads, bunte iMacs, ein violettes iPhone, ein neues Apple TV und AirTags vorgestellt

Nicht nur ein neues iPad Pro in 12,9 Zoll mit verbessertem Display und dem M1 Chip und ein violettes iPhone 12 wurden vorgestellt, sondern auch neue, bunte Einsteiger-iMacs in 24 Zoll, die farblich an die Original-iMacs aus dem Jahre 1998 erinnern, inzwischen aber mit einem 11,5 Millimeter dünnen Designdisplay in sieben verschiedenen Farben daherkommen.

Zudem präsentierte Tim Cook und sein Managementteam den seit Jahren erwarteten Nachfolger der Set-Top-Box Apple TV mit verbesserter Fern- und Siri-Bedienung als auch den Geräte-Tracker AirTag vor.

Anzeige