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Bedenken des Betriebsrats

„Tod auf Raten“: DJV warnt eindringlich vor Fusion von RTL und G+J

buttlar

Das G+J-Gebäude in Hamburg – Foto: Imago / Westend61

Der Deutsche Journalisten-Verband warnt den neuen Geschäftsführer des Medienkonzerns Gruner + Jahr, Stephan Schäfer, vor einer möglichen Fusion mit RTL. Für die großen Medienmarken sei eine möglicherweise damit verbundene Stellenstreichung ein „Tod auf Raten“.

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Eine mögliche Verschmelzung des Zeitschriftenhauses Gruner + Jahr und dem Privatsender RTL war zuvor auf Widerstand gestoßen: Der Gesamtbetriebsrat des Hamburger Verlagshauses sprach sich dagegen aus, dass G+J seine Eigenständigkeit verliert (MEEDIA berichtete). Das koste Motivation und Geld und bringe kein Wachstum. Außerdem herrscht die Sorge vor einem Verlust von Arbeitsplätzen bei G+J, sollte der Verlag in RTL aufgehen.

„Der langsame Tod auf Raten“

Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall warnt davor, dass die G+J-Titel radikalen Stellenstreichungen unterworfen werden: „Das wäre für ‚Geo‘, ‚Stern‘ und andere der langsame Tod auf Raten.“ Es sei unwahrscheinlich, dass RTL in gleichem Maß von einer Fusion profitiere, wie sie dem Zeitschriftenverlag schade. Überall: „Am Ende bringt das Experiment nur Verlierer.“ Das müsse unbedingt vermieden werden.

Eine Alternative sieht der DJV-Vorsitzende in konstruktiven Beratungen zwischen Geschäftsführung und Betriebsräten über sinnvolle Formen der Zusammenarbeit zwischen den beiden Bertelsmann-Töchtern G+J und RTL. Ziel müsse der Erhalt journalistischer Arbeitsplätze sein.

sns

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