Anzeige

300 Millionen Verlust

Slack trotz steigender Erlöse im Minus

Foto: Imago

Die Erlöse von Slack stiegen gegenüber dem Vorjahr um 43 Prozent auf 902,6 Millionen Dollar, dennoch befindet sich die Bürosoftware tief in den roten Zahlen.

Anzeige

Der Trend zur Heimarbeit in der Corona-Krise hat dem Bürokommunikationsdienst Slack im vergangenen Jahr starke Geschäftszuwächse beschert. Die Erlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 43 Prozent auf 902,6 Millionen Dollar (753,9 Mio Euro), wie die Firma am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Im vierten Quartal wuchs der Umsatz um 38 Prozent auf 250,6 Millionen Dollar. 

Ende vergangenen Jahres übernahm der SAP-Rivale Salesforce Slack für 28 Milliarden Dollar.

Der Gründer und Chef von Salesforce, Marc Benioff, gab sich alles andere als bescheiden beim Ausblick auf die Auswirkungen des Deals. Zusammen würden die Firmen die Zukunft von Unternehmenssoftware prägen und auf diese Weise verändern, wie die Menschen in einer digitalen Welt arbeiten, schwärmte er. Slack solle auch in Salesforce-Produkte integriert werden.

Salesforce-CEO Marc Benioff – Foto: IMAGO / ZUMA Wire

Salesforce ist unter anderem mit webbasierter Software für Aufgaben wie Kundenmanagement und Datenanalyse ein wichtiger Konkurrent des deutschen SAP-Konzerns. Benioff machte bereits vor der Gründung von Salesforce 1999 Karriere beim SAP-Rivalen Oracle. Unter dem Salesforce-Dach versammelte er eine Reihe von Zusatz-Angeboten wie etwa die Bürosoftware Quip und den Datenauswertungs-Dienst Tableau. Mit Chatter gab es auch einen Slack-Konkurrenten im eigenen Haus, der jedoch ein Nischenprodukt blieb (MEEDIA berichtete).

Trotz guter Zahlen 300 Millionen Dollar Verlust

Slack kam die hohe Nachfrage nach Büro-Software in der Pandemie zugute. Chef Stewart Butterfield sprach von einer „beispiellosen Beschleunigung des digitalen Wandels“. Geld verdienen ließ sich damit bislang jedoch nicht. Im Gesamtjahr machte Slack einen Verlust von 300,4 Millionen Dollar. Im vierten Quartal fiel das Minus mit 82,0 Millionen Dollar immerhin etwas niedriger aus als vor einem Jahr.

Anzeige