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Influencer Marketing Factory

Warum Instagram besser fürs Community-Building ist als TikTok

Foto: IMAGO / Roman Möbius

Die Influencer Marketing Factory hat in einer Auswertung TikTok mit Instagram Reels verglichen und die Unterschiede heraus gearbeitet. MEEDIA erklärt, warum sich Instagram besser für den Aufbau einer Community eignet.

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Vergangenes Jahr machte Instagram das, was Instagram gerne macht. Es kopierte. Wie bereits bei Snapchat mit den Storys war dieses Mal TkTok an der Reihe. Die Kurzvideos von einer maximalen Länge von 60 Sekunden bescherten der chinesischen App Rekordergebnisse. Immer mehr Nutzer zog es zu TikTok, zuletzt erreichte die App 100 Millionen Nutzer in Europa. Instagram übernahm das Videofeature in seine App, der Name: Reels. Während anfangs vor allem Videos von TikTok mit dem herumspringenden Wasserzeichen bei Reels als Zweitverwertung hochgeladen wurden, erfreut sich die Funktion mittlerweile einiger Fans.

Die Ergebnisse der Untersuchung

Eine Untersuchung der Influencer Marketing Factory arbeitete die Unterschiede der beiden Apps heraus. Untersucht wurden 60 Profile von Creatoren, die sowohl auf Instagram als auch auf TikTok aktiv sind. Von 20.000 bis zu 50 Millionen Followern.

Die durchschnittliche Anzahl von Aufrufen (Views) beläuft sich bei beiden auf knapp 1,2 Millionen. Bei Instagram sind es 100.000 mehr, TikTok kommt „nur“ auf 1,19 Millionen. Bei den durchschnittlichen Likes wendet sich das Bild. TikTok zählt knapp 230.000, Instagram kratzt gerade einmal an der Hürde von 100.000. Und auch die Kommentarspalte ist bei TikTok lebendiger als bei Instagram Reels: Über 2.000 bei TikTok und und knapp 1.000 bei Reels.

Foto: Statista

Warum Instagram besser fürs Community-Building ist

Werben & Verkaufen“ schließt aus diesen Daten, TikTok sei besser geeignet, sich – zum Beispiel als Influencer – eine Community aufzubauen. Wer TikTok aktiv nutzt, wird diesem Bild widersprechen. Kleine wie große TikToker haben Schwierigkeiten eine aktive Community auf der Plattform aufzubauen. Ausgenommen Stars wie Charli Grace D’Amelio (108 Millionen Follower) oder Addison Rae (76 Millionen Follower). Grund ist der Algorithmus und die sogenannte „For-You-Page“, auf der in einem endlosen Feed empfohlene Videos abgespielt werden. Und genau hier spielt auch die Musik. Wenn der Algorithmus die Inhalte nicht mehr ausspielt, kommt es zu traurigen Szenen wie weinenden Creators in Live-Streams. Deswegen verweisen viele TikToker auf ihre Instagram-Accounts, Inhalte werden dort eher der eigenen Followerschaft aufgespielt, nicht unbedingt auf einer Entdecken-Seite. Zwar gibt es bei TikTok auch eine „Folge-Ich“ Seite, auf die verirrt man sich aber selten, zumal die App beim Öffnen gleich mit dem ersten Video auf der For-You-Page loslegt.

Der Algorithmus hinter TikTok ist das große und gut gehütete Geheimnis von ByteDance, der Firma hinter der Videoplattform. Denn genau diese Mechanik macht den Charm der App aus und hält Nutzer stundenlang auf der Plattform. Er gibt kleinen Creators außerdem die Möglichkeit, groß rauszukommen. Nicht selten kommt es vor, dass TikToker mit wenigen hundert Followern über Nacht zu Stars werden. Anders herum geht es allerdings auch.

Für Werbekunden dürfte Instagram bzw. Reels der bessere Weg sein. Sie sind besser zu Skalieren. Bei TikTok kann es immer passieren, dass der Inhalt – aufgrund des Algorithmus – floppt.

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