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Beitrag über Armin Laschet

WDR weist Berichterstattung des „Spiegel“ zurück

Armin Laschet – Foto: Imago

Der „Spiegel“, der WDR und ein gelöschter Radiobeitrag über Armin Laschet: In einem Streit zwischen dem Nachrichtenmagazin und dem Westdeutschen Rundfunk hat die Anstalt nun abgestritten, mangelnde Distanz zur Landes­regierung zu haben.

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Der „Spiegel“ berichte in seiner aktuellen Ausgabe unwahr und tendenziös über den WDR, so der Sender. Der Vorwurf des „Spiegel“ (€): Der WDR habe 2019 einen Radiobeitrag über den Hambacher Forst gelöscht, weil dieser einen Mitschnitt enthielt, der für den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet heikel gewesen sein sollte. Auch mangelnde Distanz zur Landes­regierung wird dem WDR vorgeworfen.

„Ich brauche einen Vorwand“

Das ist falsch, sagt der WDR. Ein heimlich aufgenommenes Video von Laschet, das im September 2019 ins Netz gestellt und kurze Zeit später wieder entfernt wurde, habe lediglich „keinen Newswert“ gehabt. Denn über die von Laschet getätigte Kernaussage des besagten Videos, „Ich brauche einen Vorwand“, hätten der WDR und andere längst berichtet. Dass die Landesregierung einen Vorwand für die Räumung des Forstes gesucht hatte, sei nichts Neues gewesen. „Wenn man sich entscheidet, solches Material zu verwenden, braucht man einen triftigen Grund und den hatten wir nicht“, so der WDR.

Was ist im gelöschten Video zu sehen und zu hören?

Mehrere Menschen bedrängen den Ministerpräsidenten und schneiden das offensichtlich unbemerkt mit. Über mehrere Minuten ist zu hören, dass sie Armin Laschet wegen des Hambacher Forstes zur Rede stellen. Während des gesamten Videos sieht man nur den Boden, Schuhe und Beine der Beteiligten. Der Ministerpräsident sagt unter anderem: „Ich brauche einen Vorwand, sonst kann man da nicht tätig werden. Ich wollte den Wald räumen.“ Außerdem: „Ich beende es ja! Im Gegensatz zu SPD und Grünen rette ich diesen Wald. Sie werden es erleben, und ich steige aus der Kohle aus.“

sns

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