Anzeige

"The Crown", "Damengambit", "The Mandalorian"

Streaming dominiert Golden-Globe-Nominierungen

Helena Zengel spielt in "Neues aus der Welt" an der Seite von Tom Hanks – Foto: Universal

Die junge deutsche Schauspielerin Helena Zengel („Systemsprenger“) wurde für ihre Darstellung in „Neues aus der Welt“ für einen Golden Globe nominiert. „Unorthodox“ erhielt eine Nominierung als beste Miniserie und für die beste Darstellerin. „Und morgen die ganze Welt“ ging leer aus. Insgesamt wird Diversität großgeschrieben. Die großen Abräumer sind die Streamer, allen voran Netflix mit insgesamt 42 Nominierungen.

Anzeige

Die junge deutsche Schauspielerin Helena Zengel („Systemsprenger“) wurde für ihre Darstellung in „Neues aus der Welt“ für einen Golden Globe nominiert. „Unorthodox“ erhielt Nominierungen als beste Miniserie und für die beste Darstellerin, Shira Haas. „Und morgen die ganze Welt“ ging leer aus. Insgesamt wird Diversität großgeschrieben. Die großen Abräumer sind die Streamer, allen voran Netflix mit insgesamt 42 Nominierungen.

Die Nominierungen für die 78. Golden Globes halten grundsätzlich keine großen Überraschungen bereit, sieht man davon ab, dass sich in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie und der nur begrenzten Auswertungsmöglichkeiten von Filmen in den amerikanischen Kinos ein insgesamt ungewöhnliches Bild ergibt, das sich bei den Globes direkt spiegelt. Kein einziger Film eines traditionellen Filmstudios findet sich unter den Nominierungen für den besten Film bzw. die beste Komödie/Musical. Stattdessen geben Streamer und Independents den Ton an. Vor allem aber schlägt 2021 die Stunde weiblicher Filmemacher und Filmemacher*innen anderer Ethnien. Die großen Abräumer sind die Streamingdienste: Netflix erhielt insgesamt 42 Nominierungen, 22 für Spielfilme, 20 für Fernseharbeiten. „Mank“ und „The Trial of the Chicago 7“ sind obendrein die meistnominierten Filme. Amazon Studios folgt mit sieben Nominierungen für Filme. Auf Platz drei folgt mit Disney mit fünf Nominierungen das erste Studio, das sich diesen Rang mit drei Independent-Mitbewerbern teilt.

In der Kategorie bestes Drama findet sich kein Studiofilm. „The Father“, „Nomadland“ und „Promising Young Woman“ sind Independentproduktionen, „Mank“ und „The Trial of the Chicago 7“ stammen beide von Netflix. Beinahe deckungsgleich fallen die Regienominierungen aus, einzig „One Night in Miami“ von den Amazon Studios rückt anstelle von „The Father“, womit erstmals in der Geschichte der Globes mehr Frauen nominiert wurden als Männer: Regina King ist die zweite schwarze Filmemacherin, die eine Globes-Nominierung erhielt. Chloé Zhao schreibt erst recht Geschichte als erste asiatischstämmmige Regisseurin mit einer Globes-Nominierung. Zu ihnen gesellt sich die junge Britin Emerald Fennell, die wie Regina King eine Erstlingsregisseurin ist. David Fincher und Aaron Sorkin komplettieren das Wettberberfeld. Keiner der fünf Regisseure wurde schon einmal mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Als beste Komödie/Musical gehen „Borat Subsequent Moviefilm“, „Hamilton“, „Music“, „Palm Springs“ und „The Prom“ ins Rennen. Damit erhält Disney+ seine erste Globes-Nominierung.

Als beste Schauspielerin in einem Drama wurden Carey Mulligan („Promising Young Woman“, Frances McDormand („Nomadland“), Vanessa Kirby („Pieces of a Woman“), Viola Davis („Ma Rainey’s Black Bottom“) und Andra Day („The United States vs“) nominiert. Beste Darsteller in einem Drama sind Riz Ahmed („Sound of Metal“, der posthum genannte Chadwick Boseman („Ma Rainey’s Black Bottom“), Anthony Hopkins („The Father“), Gary Oldman („Mank“) und Tahar Rahim („The Mauritanian“). In der Kategorie beste Darstellerin in einem Drama sind Maria Balakova („Borat Subsequent Moviefilm“), Kate Hudson („Music“), Michelle Pfeiffer („French Exit“), Rosamund Pike („I Care A Lot“) und Anya Taylor-Joy („Emma.“) genannt. Bei den Herren dürfen sich Sacha Baron Cohen(„Borat Subsequent Moviefilm“), James Corden („The Prom“), Lin-Manuel Miranda(„Hamilton“), Dev Patel („David Copperfield – Einmal Reichtum und zurück“) und Andy Samberg („Palm Springs“) Chancen ausrechnen.

Bei den besten Nebendarstellerinnen tritt Helena Zengel an gegen Glenn Close („Hillbilly Elegie“), Olivia Colman („The Father“), Jodie Foster („The Mauritanian“) und Amanda Seyfried („Mank“). Um den Globe für den besten Nebendarsteller ringen Sacha Baron Cohen („The Trial of the Chicago 7“), Daniel Kaluuya („Judas and the Black Messiah“), Jared Leto („The Little Things“), Bill Murray („On the Rocks“) und Leslie Odom Jr („One Night in Miami“).

Ins Rennen um den besten fremdsprachigen Film gehen neben der amerikanischen Produktion „Minari“, über die im Vorfeld heftig gestritten wurde, weil nicht ausreichend Englisch für eine Nominierung als bestes Drama gesprochen wird, „Der Rausch“, „La Llorona“, „The Life Ahead“ und „Wir beide“ (mit Barbara Sukowa in der Hauptrolle). In der Kategorie Animationsfilm starten „Die Croods – Alles auf Anfang“, „Onward: Keine halben Sachen“, „Over the Moon“, „Soul“ und „Wolfwalkers“.

In der Königskategorie im Fernsehbereich, beste Dramaserie, wurden „The Crown“, „Lovecraft Country“, „The Mandalorian“, „Ozark“ und „Ratched“ ausgewählt. Als beste Darstellerin in dieser Kategorie entfielen die Nominierungen auf Olivia Colman („The Crown“), Jodie Comer („Killing Eve“), Emma Corrin („The Crown“), Laura Linney („Ozark“) und Sarah Paulson („Ratched“). Als bester Darsteller kommen Jason Bateman („Ozark“), Josh O’Connor („The Crown“), Bob Odenkirk („Better Call Saul“), Al Pacino („Hunters“) und Matthew Rhys („Perry Mason“) in Frage.

Nominiert in der Kategorie Beste Serie – Komödie oder Musical sind „Emily in Paris“, „The Flight Attendant“, The Great“, „Schitt’s Creek“ und „Ted Lasso“. Bei den Darstellerinnen in dieser Kategorie dürfen sich folgende Schauspielerinnen Chancen ausrechnen: Lily Collins („Emily in Paris“), Kaley Cuoco („The Flight Attendant“), Elle Fanning („The Great“), Jane Levy („Zoey’s Extraordinary Playlist“) und Catherine O’Hara („Schitt’s Creek“). Als beste Darsteller wurden Don Cheadle („Black Monday“), Nicholas Hoult („The Great“), Eugene Levy („Schitt’s Creek“), Jason Sudeikis („Ted Lasso“) und Ramy Youssef („Ramy“) ausgewählt.

Bei der Kategorie Miniserie/Fernsehfilm konkurriert „Unorthodox“ von Maria Schrader und Anna Winger mit „Normal People“, „Das Damengambit“, „Small Axe“ und „The Undoing“. „Unorthodox“-Hauptdarstellerin Shira Haas misst sich mit Cate Blanchett („Mrs. America“), Daisy Edgar-Jones („Normal People“), Nicole Kidman („The Undoing“) und Anya Taylor-Joy („Das Damengambit“). Bei den Darstellern fiel die Wahl auf Bryan Cranston („Your Honor“), Jeff Daniels („The Comey Rule“), Hugh Grant („The Undoing“), Ethan Hawke („The Good Lord Bird“) und Mark Ruffalo („I Know This Much Is True“). Und schließlich wurden in der Kategorie beste TV-Nebendarstellerin Gillian Anderson („The Crown“), Helena Bonham Carter („The Crown“), Julia Garner („Ozark“), Annie Murphy („Schitt’s Creek“) und Cynthia Nixon („Ratched“) ausgewählt sowie bei den besten TV-Nebendarstellern John Boyega („Small Axe“), Brendan Gleeson („The Comey Rule“), Daniel Levy („Schitt’s Creek“), Jim Parsons („Hollywood“) und Donald Sutherland („The Undoing“).

Alle Nominierten für die Golden-Globe-Verleihung am 28. Februar im Überblick.


Dieser Text erschien zuerst bei „Blickpunkt Film„, das wie MEEDIA bei Busch Glatz erscheint.

Anzeige