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Umstrukturierung

HMG verkauft Immobilienmagazin „Bellevue“

Gebäude der Handelsblatt Media Group in Düsseldorf – Foto: Imago

Die Handelsblatt Media Group (HMG) will sich stärker auf die Kernmarken „Handelsblatt“ und „Wirtschaftswoche“ konzentrieren. Daher verkauft das Unternehmen weitere Teile ihres Portfolios. Neueste Veräußerung ist das gesamte Geschäft rund um das Immobilien-Magazin „Bellevue“.

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Die Handelsblatt Media Group befindet sich in einer Umstrukturierung. Von vielen kleinen und einigen Kernmarken bleiben bald nur noch die Flaggschiffe erhalten, die Fokussierung auf die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ und das Wirtschaftsmagazin „Wirtschaftswoche“ schreiten weiter voran. Nun wurde bekannt, dass die HMG auch das Immobilien-Magazin „Bellevue“ verkauft hat. Neuer Eigentümer ist mit Wirkung zum 1. Januar 2021 die Bellevue Media GmbH. Einige Zeit vorher wurden die Handelsblatt Fachmedien, zu denen unter anderem „der Betrieb“, „Wirtschaft und Wettbewerb“, „Corporate Finance“ und „Owlit“ gehören, an den Verlag Dr. Otto Schmidt verkauft (MEEDIA berichtete).

Der Verkauf und die Übertragung der Unternehmensteile fanden im Rahmen eines Management Buyouts durch Claus-Peter Haller statt, dem langjährigen „Bellevue“- Chefredakteur. Bei einem sogenannten Management Buyout übernimmt das Management die Mehrheit des Kapitals vom alten Eigentümer. Das gesamte Team rund um das Magazin bleibt erhalten. Claus-Peter Haller leitet es weiterhin als Chefredakteur.

Die HMG im Umbau

Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass die HMG große Einschnitte plant. Nach Recherchen von „kress“ und „Wirtschaftsjournalist“ sollen bei der gesamten HMG 30 Jobs in Redaktionen und mindestens 30 weitere Jobs in anderen Bereichen wegfallen. Aus Unternehmenskreisen erfuhren sie, dass der Abbau bis zu 80 Stellen betreffen könnte (MEEDIA berichtete).

Erst kürzlich veränderte sich die Geschäftsführung der HMG: Nach dem Abgang von Gerrit Schumann wurde auch die Trennung von Geschäftsführer Oliver Voigt bekannt. Mit den Abgängen von Schumann und Voigt ist Andrea Wasmuth nun alleinige Chefin bei den Düsseldorfern (MEEDIA berichtete).

„Handelsblatt“ und „Wirtschaftswoche“ oben auf

Im vierten Quartal 2020 erreichte das „Handelsblatt“ im Abo und Einzelverkauf 89.636 Exemplare, eine Steigerung um 2.076 zum Vorjahresquartal. Die „Wirtschaftswoche“ punktete noch besser, im Jahresdurchschnitt 2020 erreichte das Magazin 80.233 Exemplare im Einzelverkauf und Abonnement. Mit einer Steigerung um 5,7 Prozent (4.316 Exemplare) zum Vorjahreszeit gehört das Medium zu den Gewinnern des letzten Jahres.

Lesen Sie hier die Analyse des vergangenen IVW-Jahres (€)

ls

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