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Journalisten-Preis

Offen für jeden – Henri Nannen Preis stellt sich neu auf

Am 1. Februar fällt der Startschuss zum diesjährigen Henri Nannen Preis. Laut Gruner + Jahr soll es der „neue“ Henri Nannen Preis sein, offen für alle Journalist*innen deutschsprachiger Medien für alle Arten und Formate.

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Die Grundidee war eine Einfache: Mit dem Henri Nannen Preis – benannt nach dem früheren Journalisten und Verleger des „Stern“ – soll exzellenter Journalismus ausgezeichnet werden. In diesem Jahr gehören auch Blogger dazu. Womit der Preis laut Gruner + Jahr die „erste Auszeichnung für Journalist*innen aller deutschsprachiger Medien“ sein wird. Selbst der Kisch-Preis ist von dieser Neuregelung nicht ausgenommen. Für Nicht-Journalist*innen gibt es sogar einen vereinfachten Einreichungsbogen. Auf der Homepage heißt es dazu: „Nicht-Journalist*innen, die journalistische Arbeiten zur Teilnahme am Wettbewerb in den Kategorien Egon Erwin Kisch-Preis, Lokal und Inevestigation vorschlagen möchten, steht dafür ein vereinfachtes Einreichungsformular zur Verfügung“.

Jeder kann mitmachen

Mit anderen Worten: Jeder kann mitmachen – egal ob mit einem Wort-, Bild- oder Tonbeitrag, ob in traditionellen Medien oder digital verbreitet.

Laut offizieller Homepage des Nannen-Preises werden dieses Jahr Preise in fünf Kategorien ausgezeichnet. Neu hinzugekommen sind „Geschichte des Jahres” und „Republik“. Erstere soll ein journalistisches Glanzstück sein, egal in welchem Medium. Mit Letzterer erhoffe sich der Beirat des Nannen Preises herausragende, hartnäckige, faktenbasierte, dauerhafte Aufklärung.

Öffnung kündigte sich schon letztes Jahr an

Dass der Henri-Nannen-Preis sich wohl weiter öffnen würde, kündigte sich bereits letztes Jahr an, als die Jury den YouTuber Rezo für seine CDU-Kritik ehrte. Wofür es übrigens nicht nur Fürsprecher gab. Dennoch wolle man dabei bleiben, der Nannen Preis werde digitaler und damit „näher an Redaktionen und Publikum“. Was laut „Stern“-Chefredakteur Florian Gless übrigens „kein Abgesang auf den Journalismus“ sei. Im Gegenteil, man wolle damit zum Ausdruck bringen, wie wichtig Journalismus sei. Wobei ihm natürlich auch bewusst sei, dass man – mit Ausnahme des Kisch-Preises – manchmal auch Äpfel mit Birnen würde vergleichen müssen. Am Ende ginge es aber ums Handwerk, darum, ob sauber recherchiert wurde, der Leser alles verstehe und die Botschaft rüberkommt.

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