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Clubhouse-Hype

Anne Höweler: „Habe mit meinem Netzwerk jetzt schon soviel gesprochen, wie sonst im ganzen Jahr“

Influencermarketing-Expertin Anne Höweler über den aktuellen Clubhouse-Hype

Influencermarketing-Expertin Anne Höweler über den aktuellen Clubhouse-Hype

Die CEO der Influencer-Marketingagentur Cover Communications musste sich erst kurz von Clubhouse überzeugen lassen, hat aber bereits jetzt schon konkrete Pläne für ihr Geschäft.

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Anne, wann hast du das erste Mal von Clubhouse gehört?

Ich habe am Freitag eine Einladung bekommen, davor habe ich noch nichts von Clubhouse gehört. Deshalb musste man mich auch etwas überreden, dass ich mich anmelde. Aber dann war ich auch schon gefangen in der App. Ich hatte also die Einladung vor dem Run auf die Invites.

Wie viele Stunden hast du am Wochenende auf Clubhouse verbracht?

Ich habe am Wochenende bei ein paar Sessions einfach zugehört, aber immer wieder geswitcht – einfach um einen Eindruck zu bekommen um was es meist geht, wer aktiv ist. Passiv würde ich sagen habe ich vier Stunden auf der App verbracht. Und aktiv war ich in drei Runden. Am Sonntagabend aber nur mit viel Überredungskunst meiner Mitmoderatoren, denn der Abend gehört eigentlich der Familie.

Warum erlebt die App jetzt einen Hype?

Podcasts sind – wahrscheinlich besonders für die Gen X und die frühen Millenials – sehr beliebt geworden. Und als Audio-App ist Clubhouse so etwas wie Podcast 2.0 nur eben nicht on demand. Jeder kann mitreden, das zieht auch viele Menschen an, die gerne diskutieren und reden aber keine Lust auf Kamera haben. Ein zusätzlicher Hype ist sicherlich vor allem am ersten Wochenende entstanden, weil viele Angst hatten, etwas zu verpassen. Die Invites haben ihr Übriges getan.

Hast du selbst einen Room angelegt oder aktiv an Diskussionen teilgenommen? Welcher Talk stach für dich dabei besonders heraus?

Ich hatte zwei Rooms oder mit anderen Moderatoren. Besonders hervorgestochen inhaltlich ist für mich noch keiner, da es wirklich erstmal ein Ausprobieren war und alles noch etwas wild zuging. Ich habe für diese Woche eine Session geplant, die sicherlich sehr spannend wird. 

Wie viel Zeit willst du zukünftig in die App investieren?

Gute Frage. Ich habe ein paar Sessions geplant, immer dann, wenn der VFB spielt, damit es keiner merkt 🙂 Ich habe in der Regel tagsüber keine Zeit, aber abends werde ich sicherlich mal reinhören. Vermutlich zu Beginn etwa fünf Stunden als Zuhörer pro Woche und zwei aktiv.

Planst du, Clubhouse direkt oder indirekt für dein Business zu nutzen und wie könnte das aussehen. 

Ich werde Clubhouse definitiv für mein Business nutzen und habe auch schon ganz konkrete Ideen. Ich starte gerade einen Onlinekurs für Creator und würde die regelmäßigen Live-Sessions gerne über Clubhouse innerhalb einer geschlossenen Gruppe machen. Allerdings funktioniert die App ja nur auf iOS, daher ist das gerade noch ein Fragezeichen. Aber gerade für mein Thema bietet sich Clubhouse einfach an und ich bekomme so viele Fragen gestellt, die ich per Mail / Instagram Messages nicht mehr beantworten kann. Das lässt sich in Clubhouse toll abbilden. Außerdem liebe ich es, mich mit anderen Experten auszutauschen. Ich habe ein großes Netzwerk und wir haben in den letzten Tagen soviel gesprochen wie sonst im ganzen Jahr.

Was ist dein aktuelles Fazit zu Clubhouse?

Ich würde mir eine bessere Moderationsmöglichkeit wünschen. Oft kommt man vom Thema ab, muss immer wieder daran erinnern. Und es kommen natürlich immer Teilnehmer auf die Stage, die dann erstmal 5 Minuten Monolog über sich – meist ihre Firma und ihr Produkt halten. Ob es was zur Sache tut oder nicht. Das stört mich massiv und das werde ich z.B. in den nächsten Sessions direkt ersuchen, zu vermeiden.

Hinweis der Redaktion: Die Fragen wurden schriftlich gestellt

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