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Nur noch einmal im Monat im TV

Programmkürzung bei Medienmagazin „Zapp“

Ab jetzt läuft das Medienmagazin Zapp nur noch einmal im Monat. Foto: Zapp

Kürzung oder Digitaloffensive? Das NDR Medienmagazin „Zapp“ erscheint ab jetzt nur noch einmal im Monat. Dafür setzt der Sender verstärkt auf Online-Angebote.

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Der Satz findet sich eher am Ende der offiziellen Pressemitteilung des NDR: „Ausgewählte Netzbeiträge sind auch im „Zapp“-Magazin zu sehen, das an jedem dritten Mittwoch im Monat ab 23.20 Uhr im NDR Fernsehen läuft.“ Was das genau heißen soll? Das Medienmagazin des Norddeutschen Rundfunks erhält damit eine stärkere Online-Neuausrichtung, zu Lasten der linearen Sendetermine. Im Fernsehen ist das Format ab jetzt nur noch einmal im Monat zu sehen. Hintergrund der Neuausrichtung wird das Sparprogramm beim Norddeutschen Rundfunk sein. In den kommenden vier Jahren muss der Sender insgesamt 300 Millionen Euro einsparen.

Auch in der Moderation gibt es Änderungen. Laut Pressemitteilung führt jetzt nur noch Kathrin Drehkopf durch die Sendung. Johannes Jolmes bleibe als Reporter und Presenter „Zapp“ treu und werde auch weiterhin das Mediengeschehen kommentieren. Constantin Schreiber konzentriert sich künftig auf sein Engagement bei ARD-aktuell. Seit Anfang Januar ist er Sprecher der 20-Uhr-„Tagesschau“.

„Zapp“ auf Instagram, Youtube und in der Mediathek

Digital statt linear heißt es jetzt also für das Medienmagazin. Wie der NDR mitteilt, baut „Zapp“ sein Online und Social Media Angebot aus. Ab Januar 2021 sei „Zapp“ mit Berichten und Reportagen aus der Welt der Medien verstärkt auf NDR.de, in der ARD Mediathek, auf dem eigenen YouTube Kanal und verschiedenen sozialen Netzwerken präsent.. „Zapp“ soll 2021 auch auf Instagram vertreten sein, „um dort ein jüngeres Publikum mit Medienthemen anzusprechen“.

Neue Chancen im Digitalen

„Die digitalen Ausspielwege bieten die Chance Medienthemen, noch tiefgreifender und vielfältiger aufzuarbeiten. Da die Beiträge zeitunabhängig verfügbar sind, werden wir mehr Menschen erreichen. Wir freuen uns auf den Austausch mit ihnen, denn ‚Zapp‘ möchte sich stärker an den Debatten in den sozialen Netzwerken beteiligen als kritischer, verlässlicher und glaubwürdiger Beobachter“, sagt Annette Leiterer, „Zapp“-Redaktionsleiterin.  

Der Chefredakteur des NDR Fernsehens Andreas Cichowicz sagt dazu: „Die Redaktion ‚Zapp‘ geht verstärkt dahin, wo die Menschen heute zuverlässige Information erwarten – ins Netz und in die Sozialen Medien. Das ist der beste, weil zeitgemäße Weg für diese wichtige Stimme in der deutschen Medienlandschaft. Gerade in dieser Zeit, in der immer häufiger hinterfragt wird, was Medien transportieren. ‚Zapp‘ schaut weiter kritisch hinter die Kulissen, auch in der ARD und selbst im NDR.“

So sendet „Zapp“ jetzt

Ab 13. Januar startet „Zapp“ mit wöchentlich neuen Reportagen und aktuellen Berichten auf NDR.de und YouTube, schreibt der NDR. Das Angebot startet laut Sender mit „Fixer im Krieg“, ein Beitrag über einen jungen Armenier, der ausländische TV-Teams durch das umkämpften Gebiet zwischen Aserbaidschan und Armenien führt. Danach folgt „Das Handy als Waffe“. Der Film zeigt, wie Menschen mit wenigen Handyklicks öffentlich vorgeführt werden können. Jeder kann Opfer am sogenannten digitalen Pranger werden – und ebenso leichtfertig zum Täter oder zur Täterin.

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