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Soloselbstständige und Unternehmer

Novemberhilfe: Bis zu 10.000 Euro Abschlagszahlung zahlt der Bund schon jetzt

Soforthilfen für Soloselbstständige

Gerade Soloselbstständige und Freiberufler sind von der Wirtschaftskrise durch die Corona-Pandemie betroffen. Die Soforthilfemaßnahmen der Länder sollen helfen. Foto: Imago

Unternehmer und Soloselbstständige, die wirtschaftlich vom „Lockdown light“ betroffen sind, können mit der „Novemberhilfe“ eine außerordentliche Unterstützung beantragen. Jetzt hat der Bund eine Abschlagszahlung beschlossen. Das muss man dabei beachten.

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Die Botschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel Ende Oktober war klar: Die Einschnitte im erneuten Lockdown werden hart sein. Es wurde beschlossen, dass Restaurants, Kinos und Theater und Sportvereine geschlossen, Events, Reisen abgesagt werden müssen. Das öffentliche Leben wird eingeschränkt, um eine weitere Ausbreitung der Coronapandemie verhindern zu können. 

Die Novemberhilfe im Detail

Die positive Nachricht: Unternehmer sollen in dem vorerst kurzen Lockdown für den Monat November mit der außerordentlichen Wirtschaftshilfe eine finanzielle Entschädigung erhalten. Der Bund hat dazu ein milliardenschweres Hilfspaket beschlossen. Entsprechend des Auszahlungsmonats wurde die Unterstützung „Novemberhilfe“ genannt.

So hoch ist die Abschlagszahlung für die Novemberhilfe

Um eine schnelle Unterstützung zu gewährleisten, hat die Regierung jetzt eine Abschlagszahlung für Unternehmer und Soloselbstständige beschlossen. „Ein schneller Start der Auszahlung ist für viele Soloselbständige und kleine Unternehmen überlebenswichtig. Daher haben wir uns auf ein Verfahren der Abschlagszahlung verständigt. Die Antragstellung ist ab der letzten November-Woche 2020 möglich. Erste Abschlagszahlungen werden ebenfalls noch im November starten“, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Bis zu 10.000 Euro Abschlagszahlung

Laut Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums erhalten Soloselbständige eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro, während andere Unternehmen mit einer Summe von bis zu 10.000 Euro rechnen können.

Wer kann die Novemberhilfe beantragen?

Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern, die ab dem 2. November für die vier Wochen des neuen Lockdowns schließen müssen, können die neuen Corona-Hilfen beantragen. Bis zu 75 Prozent der Umsätze des Vorjahresmonats sollen hier erstattet werden. Die Regelung greift auch für Selbstständige und Soloselbständige, Vereine und weitere Einrichtungen, die von der Schließungen im November betroffen sind. Größere Betriebe erhalten laut der Bundesregierung bis zu 70 Prozent der Umsätze des Vorjahresmonats. Großunternehmen erhalten eine Unterstützung „entsprechend der maximal möglichen europarechtlichen Beihilferegelungen“

Das müssen Sie über die Novemberhilfe wissen

Antragsteller sollen sich darüber im Klaren sein, dass die außerordentliche Wirtschaftshilfe nicht zusätzlich zu bereits gewährten Leistungen ausgezahlt wird. Die Zahlungen werden mit Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfen oder „mit eventuell späteren Leistungen aus der Überbrückungshilfe verrechnet“, so der Bund.

Wahlrecht für Soloselbstständige

Anders als ursprünglich geglaubt, müssen Soloselbständige sich nicht zwingend auf den Vergleichszeitraum November 2019 beziehen, sie haben das Wahlrecht und können „als Bezugsrahmen für den Umsatz auch den durchschnittlichen Vorjahresumsatz 2019 zugrunde legen.“

Woher stammt das Geld für die neue Corona-Hilfe?

Insgesamt stellt die Regierung bis zu 10 Mrd. Euro bereit. Die Gelder dafür werden aus den derzeitigen Überbrückungshilfen entnommen. Dafür stehen bereits 25 Mrd. Euro aus den Überbrückungshilfen bereit, die bis dato aber kaum genutzt wurden.

Was ist mit Unternehmen, die indirekt vom Lockdown betroffen sind?

Unternehmen, die z.B. als Zulieferer indirekt von dem „Lockdown light“ betroffen sind, sollen in den kommenden Tagen noch identifiziert werden.

Erhalten Startups und junge Unternehmen die Novemberhilfe?   

Auch junge Unternehmen, die erst nach dem November 2019 gegründet wurden, haben ein Recht auf die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes. Für diese wird der Vergleich mit den Umsätzen von Oktober 2020 herangezogen.

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