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Anti-Ads

Burger King wirbt für McDonalds

Der King bestellt einen BigMac

Der King bestellt einen BigMac Bild: Screenshot / Youtube

In Frankreich schaltete Burger King vorgestern eine Print-Kampagne, in der für die Bestellung bei McDonalds und anderen FastFood-Restaurants geworben wurde. Neben der gedruckten Version platzierten die Social Media Teams in Frankreich und Großbritannien den ungewöhnlichen Aufruf auch bei den Burger-King-Fans.

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Ungewöhnliche Zeiten fordern ungewöhnliche Maßnahmen. Burger King und McDonalds liefern sich üblicherweise einen knallharten Schlagabtausch in Sachen vergleichender Werbung. Jüngst belebte Burger King Ronald McDonald als Halloween-Schreckgespenst wieder.

BurgerKing Kampagne für McDonalds
BurgerKing macht sich Sorgen um McDonalds und die gesamte Branche (Bild: Screenshot)

Am Sonntag, den 2. November schlug die Whopper-Company dagegen versöhnliche Töne an. In einer Anzeige die in den französischen Zeitungen L´Équipe und Le Journal du Dimanche  forderte Burger King die Leser explizit dazu auf, bei McDonalds zu bestellen. „Wir hätten nie gedacht, dass wir euch darum bitten würden“, so die Anzeige. „Aber Restaurants, die Tausende von Angestellten haben, brauche wirklich eure Hilfe. Burger King nannte auch noch die Wettbewerber KFC, Dominos, Subway und viele weitere Fast Food Ketten in der Anzeige.

Es ist nicht das erste Mal, dass Burger King den werblichen Spieß umdreht. Vor exakt einem Jahr forderten die Mitarbeiter der 107 argentinischen Restaurants die Kunden dazu auf, statt eines Whopper einen BigMac auf der anderen Straßenseite zu kaufen. An diesem Tag – dem McHappy-Day – spendet McDonalds regelmäßig den Gesamterlös aus Big-Mac-Verkäufen für einen sozialen Zweck. Selbst der „King“, das Maskottchen von BurgerKing, ließ sich in vollem Ornat dabei feiern, wie er den Bestseller des schärfsten Wettbewerbers am Tresen bestellt.

Der Ansatz, vom Kauf eigener Produkte abzuraten oder bestimmte Zielgruppen auszuschließen, greift in der Werbelandschaft immer stärker um sich. Eine starke Haltung zu einem Thema und vor allem Selbstironie in Sachen Werbung kommen in den Sozialen Netzwerken extrem gut an. Firmen, die sich selbst nicht so wichtig nehmen, verankern sich positiv im emotionalen Mindset der Kunden. Eine tiefere Analyse von Anti-Ads und deren neuropsychologischer Wirkung lesen Sie in der kommenden Ausgabe von MEEDIA, die am Montag erscheint.    

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