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"Erfindungen, Gerüchte, Falschaussagen"

Gabor Steingart wehrt sich gegen „Spiegel“-Geschichte

Gabor Steingart auf seinem Redaktionsschiff, der Pioneer One, Foto: Jonas Althaus

Gabor Steingart, Kopf hinter Media Pioneer, hat sich in einem Text in eigener Sache gegen einen Artikel des „Spiegel“ gewehrt. Für ihn ist der Text eine „Mischung aus Erfindungen, Gerüchten und Falschaussagen.“

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Am Wochenende sorgte ein Beitrag im aktuellen Spiegel (€) über Gabor Steingart und Media Pioneer für Aufsehen in der Medienbranche. Die Autoren zeichnen in dem Artikel „Die unbequeme Wahrheit über den Medienmacher Gabor Steingart“ ein düsteres Bild über das Geschäftsmodell und die journalistischen Praktiken des Ex-Handelsblatt-Herausgebers. Auch Steingarts Versuche, die Recherchen mit Hilfe des Medienanwalts Christian Schertz zu unterbinden, waren Thema des Textes.

Nun hat der Herausgeber von The Pioneer in eigener Sache auf die Behauptungen und die Kritik der Spiegel-Autoren reagiert. Er schreibt: „Der Text ist eine Mischung aus Erfindungen, Gerüchten und Falschaussagen.“ Im Folgenden geht Steingart in zehn Punkten auf die aus seiner Sicht verzerrende Berichterstattung ein. Dabei geht es unter anderem um die genauen Anteile, die Axel Springer an der Media Pioneer Publishing AG hält, Steingarts frühere Anteile an der Handelsblatt Media Group und das Geschäftsmodell seines aktuellen Projekts.

Geschäftsschädigende Behauptung ohne Faktengrundlage?

So schreibt der Spiegel in einer Passage des Beitrags auch vom „wankenden Geschäftsmodell“. Darauf erwidert der 58-jährige Steingart unter Punkt 7 nun: „Das ist eine falsche und daher geschäftsschädigende Behauptung, die durch keinerlei Fakten gedeckt ist. Im Text unternimmt der Spiegel nicht einmal den Versuch, diese Kernthese der Story durch Fakten zu belegen.“ 

Die „Wahrheit“ sei, dass Media Pioneer eine der wenigen Medienfirmen sei, „die auch im dritten Quartal bei Umsatz, Ebitda und Abonnementerlösen den Plan erfüllt hat, trotz Covid-19.“ Außerdem heißt es: „Die internen Planzahlen für die Abonnentengewinnung in 2021 werden aufgrund dieses Erfolges um rund 25 Prozent angehoben.“

Der ehemalige Spiegel-Mitarbeiter Steingart, der das Büro in Berlin geleitet hat, beendet seinen Text mit folgendem Fazit: „Möge sich jeder selbst ein Urteil bilden.“

tb

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