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Vier Männer, eine Frau

ProQuote kritisiert Posten-Vergabe bei der ARD

Edith Heitkämper vom Vorstand des Vereins ProQuote – Foto: NDR/Ulla Brauer

Der Verein ProQuote Medien hat die Vergabe von Spitzenposten in der ARD massiv kritisiert. Von fünf Positionen wurden vier mit Männern besetzt. Ausnahme ist die neue Programmdirektorin Christine Strobl.

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Der nächste ARD-Chefredakteur, der neue Degeto-Geschäftsführer, der Funk-Geschäftsführer und der stellvertretende Leiter des ARD-Hauptstadtstudios sind dagegen allesamt Männer. „Ein Armutszeugnis“, schreibt ProQuote in einer Mitteilung dazu.

“Das wäre die Chance gewesen, mehr Frauen in die ARD-Führung zu bekommen. Stattdessen sind mehrheitlich Männer zum Zuge gekommen”, sagt die ProQuote Medien-Vorsitzende Edith Heitkämper. “Das Vorgehen zeigt, dass die Äußerungen der ARD-Chefetagen, man wolle sich für mehr Gleichberechtigung einsetzen, reine Lippenbekenntnisse sind. Hier hätte man eine Chance nutzen können, um eine modernere, diversere Unternehmenskultur der ARD einzuläuten. Dass das nicht passiert, ist bedauernswert.“

Der Verein prangert die mangelnde Diversität bei den ARD-Führungsjobs an. Die Gesellschaft bestehe nicht nur aus „Männern in den besten Jahren“. Der Verein fordert, Sichtweisen und Lebenswirklichkeiten der Hälfte der Bevölkerung, nämlich von Frauen, angemessen in die Personalentscheidungen miteinzubeziehen.

Der Senderverbund setze mit dieser Entscheidung für vier Männer und eine Frau die falschen Weichen.

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