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Duldung unter Auflagen

Online-Glücksspiel tritt aus der Illegalität

Illustration: Imago Images / Aged Fotostock

Wie der NDR und die „Süddeutsche Zeitung“ berichten, sollen zahlreiche bislang illegale Online-Automatenspiele legalisiert werden. Vorraussetzung ist, dass sich die Anbieter an bereits jetzt an die Vorschriften des im kommenden Sommer in Kraft tretenden Glücksspielstaatsvertrags halten.

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Ab Juli 2021 sollen demnach erstmals auch Online-Casinos eine entsprechende Lizenz beantragen können. Darauf hätten sich laut dem Bericht die Verantwortlichen einer dafür nötigen Zahl der Bundesländer (13 in der Summe) geeinigt – und wollen entsprechend auch Online-Glücksspiel künftig dulden. Der Markt war bisher vielfach illegal beziehungsweise eine Grauzone.

Regierungsparteien aus dem Saarland und Sachsen-Anhalt hätten demnach zuletzt öffentlich betont, dass sie dem bestehenden Entwurf nicht zustimmen wollen, da der Spielerschutz nicht ausreichend greife. Trotzdem hätten die Bundesländer nun beschlossen, so heißt es, „durch eine Übergangsregelung die Vorgaben des Staatsvertrags bereits vor einer möglichen Ratifizierung umzusetzen und damit die bislang verbotenen Casino-Spiele im Internet faktisch zu erlauben“. Entsprechende Forderungen aus der Glücksspiel-Branche gibt es seit längerem.

Anbieter, die sich nicht an entsprechende Regeln hielten, könnten allerdings aus der späteren Lizenzvergabe ausgeschlossen werden. Für bestehende Regelverstöße, heißt es weiter, „wirkt die Einigung wie eine Amnestie: Anbieter, die seit Jahren illegales Glücksspiel im Internet betreiben, sollen in Zukunft als zuverlässig eingestuft werden, wenn sie sich an die neuen Regeln halten“.

Lesen Sie zum Thema auch unsere Titelgeschichte von Anfang Juli über die erfolgreiche PR des Automatenherstellers und Spielhallenbetreibers Löwen Entertainment.

bek

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