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Stühlerücken bei Media Markt

Miriam Fonfe ist neue Marketingleiterin bei Media Markt

Miriam Fonfe, neue Marketingleiterin bei MediaMarkt

Miriam Fonfe,ist neue Marketingleiterin bei MediaMarkt

Bereits im Juni 2020 trat Miriam Fonfe ihren neuen Job als Marketingleiterin bei Media Markt, Europas größtem physischen Elektronik-Händler, an. Sie berichtet an Giuseppe Cunetta, der sowohl die Marketing- als auch die Online-Sales-Aktivitäten für Media Markt und Saturn aus einer Hand führt.

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Die Personalie Fonfe ist aus zwei Perspektiven spannend. Zum einen hat sich die 41-Jährige Soziologin intensiv mit Konsumforschung und dort vor allem auch mit der Generation Y auseinandergesetzt. Zum anderen war sie die letzten sieben Jahre dafür zuständig, für Value Retail das digitale Marketing für deren hochwertige Shopping Center in Wertheim und Ingolstadt zu leiten. Fonfe kennt sich also bestens aus mit Themen wie Influencer-Marketing, aber sie hat eben auch einen „Stallgeruch“ im stationären Handel.

Fonfes Verpflichtung kann auch vor dem Hintergrund gesehen werden, dass ihr neuer Chef Cunetta den Elektronikriesen endlich zur Data-Driven-Company umbauen möchte und die physischen Läden deutlich stärker als bisher auf Kauferlebnis und Beratung setzen sollen. Die sinnvolle Verknüpfung von beidem ist eine der wichtigsten Aufgaben für Miriam Fonfe. „Insgesamt verfolge ich einen Marketing Ansatz, der sich ausschließlich an den Bedürfnissen des Kunden orientiert und nicht in die Welt Online/Offline, stationärer Handel/E-Commerce aufgeteilt ist“, bekannte Fonfe gegenüber dem Online-Magazin Clap.

Die Verzahnung von Online und Offline ist wichtiger denn je, zumal das Online-Geschäft auch bei den Ingolstädtern Corona-bedingt stark zugenommen hat. Im April habe sich der kumulierte E-Commerce-Umsatz von Saturn und MediaMarkt im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht, berichtet die Konzernmutter Ceconomy. Insgesamt trug der E-Commerce-Anteil zu einem Drittel des Umsatzes im dritten Quartal bei, welches im Juni endete. Und nach der Wiedereröffnung im Mai, sei auch der stationäre Umsatz durch Nachholeffekte deutlich gestiegen.

Eine positive Entwicklung hat der Elektronikhändler aber auch bitter nötig. Im zweiten Geschäftsquartal 2020, das im März endete, rutschte man in die Verlustzone und ließ sich von der Kreditanstalt für Wiederaufbau mit 1,7 Mrd. Euro Corona-Geld unter die Arme greifen. Das beschlossene Sparprogramm sieht 3500 weniger Mitarbeiter und die Schließung von 14 Filialen vor.

Die Börse goutiert das Sparprogramm, auch wenn der KFW-Kredit dazu führt, dass es keine Dividende geben darf. Der Aktienkurs von Ceconomy hat sich nach dem dramatischen Einbruch im März wieder deutlich erholt und steht nur noch etwa 20 Prozent unter dem Vorjahreswert. Manche Analysten stufen das Wertpapier sogar als „Kauf“ ein.

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