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Letzter "Zwischenruf"

Hans-Ulrich Jörges hört als „Stern“-Kolumnist auf

Hans-Ulrich Jörges – Foto: Imago

Er ist ein Urgestein der „Stern“-Redaktion: Hans-Ulrich Jörges. Jetzt beendet er den in der Bundespolitik gefürchteten „Zwischenruf aus Berlin“. An die Stelle tritt „Stern“-Chefredakteur Florian Gless.

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Woche für Woche gehörte der Zwischenruf aus Berlin zum festen Bestandteil des Stern – 18 Jahre lang. Jetzt beendet der bekannte Politik-Journalist Hans-Ulrich Jörges seine Kolumne bei dem zu Gruner + Jahr gehörenden Magazin. „Etwa 960 Kolumnen sind auf diese Weise zusammengekommen, Sonderhefte des stern mitgezählt“, zieht Jörges in seinem letzten Zwischenruf Bilanz.

An seine Stelle tritt künftig Stern-Chefredakteur Florian Gless. Er wird ab kommender Woche den Platz mit einer eigenen Kolumne füllen. Der Journalist will hier – ebenfalls wöchentlich – „gesellschaftliche Strömungen und Entwicklungen“ aufgreifen. Dies bestätigt eine Gruner +Jahr-Sprecherin gegenüber MEEDIA. Den Namen der Kolumne wollte sie noch preisgeben. Es gebe aber einen Arbeitstitel, heißt es. 

Zum Abschied haben die beiden Stern-Chefredakteure Gless und Anna-Beeke Gretemeier mit Jörges ein größeres Interview für die aktuelle Ausgabe geführt. Der stets streitbereite Jörges gilt beim Stern als journalistisches Urgestein. Der in ehemaligen DDR geborene Medienmann hatte mehrere Stationen bei Nachrichtenagenturen und Tageszeitungen absolviert, bevor ihn der frühere Stern-Chefredakteur Heiner Bremer 1985 in das Bonner Büro holte. 

Nach einem zwischenzeitlichen Intermezzo bei der Süddeutschen Zeitung und Die Woche kehrte er im Mai 2002 als Vize-Chef zum Stern zurück. Mitte 2017 lief sein Vertrag bei dem Titel altersbedingt aus. Seine Kolumne behielt der heute 68-Jährige aber weiterhin. 

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