Anzeige

Britischer Automobilclub

Tukker träumt von der guten alten Zeit vor Corona

Noch ist Tukker langweilig … – Screenshot Meedia

In seinem neuesten Spot zeigt der Britische Automobil Club, dass es nicht nur die Menschen sind, die unter dem Shutdown leiden.

Anzeige

Erzählt wird die Geschichte von Tukker, einem niedlichen aber während des Lockdowns etwas verkommenen zotteligen Hund, der sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich wieder Auto fahren und sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen zu können.

Selbstverständlich weiß sich Tukker zu helfen: Abhilfe schaffen ein Plattenspieler, ein bequemer Sessel und ein exakt positionierter Ventilator … Der Spot endet mit der Frage ”Love that Feeling? Wir bringen Sie wieder auf die Straße.” Damit will der Britische Automobilclub darauf aufmerksam machen, dass er mit seinen Dienstleistungen und günstigen KFZ-Versicherungen auch wieder am Start ist, wenn die Engländer sich zurück auf die Straßen wagen.

Tukker wurde erst gezeichnet und entstand im 3-D-Druck, Zeichnung © adam&eveDDB

Der Spot selbst wurde animiert. Dazu wurde Tukker, der seinen Namen übrigens der Band Sofi Tukker verdankt, die auch den Sountrack lieferten, im 3-D-Druck als Harzmodell ”gebaut”, woran dann die Wollfäden befestigt wurden. Insgesamt wiegt Tukker fünf Kilogramm. Worauf übrigens Wert gelegt wird, ist, dass ihm keine bestimmte Hunderasse zugrunde liegt. Für die Bewegung sorgten zwei Puppenspieler, die 16 Drähte führten. Um Tukkers Freude möglichst authentisch wirken zu lassen, haben sie seinen Schwanz aber ohne Draht, per Hand gewedelt.

Für die gesamte Produktion brauchte das Team, das weitgehend remote gearbeitet hat, lediglich drei Wochen. Für den Dreh selbst lag laut den Perlorian Brothers die größte herausforderung darin, ein Studio zu finden, in dem nicht nur – unter Einhaltung der Hygienevorschriften – gedreht werden konnte, sondern das auch ekzellent im Puppenspiel ist. Fündig wurden sie letztendlich in Riga.

Größte gemeinsame Schnittmenge der Zielgruppe

Und das sind nicht wenige. ”Knapp 32 Millionen Menschen besitzen im Vereinigten Königreich ein Auto“, beziffert Ben Tollet, ECD bei adam&eveDDB, die Zielgruppe. ”Wir brauchten also ein Konzept, das möglichst viele von ihnen anspricht.” Da Hunde auch in England nun mal die Lieblingstiere in den Haushalten sind, fiel die Wahl leicht. Laut Tollet wären die Alternativen Babys oder Pferde gewesen.

Die kreative Idee stammt von Matt Woolner und Steve Wioland. ”Die Jungs ließen sich vom Lockdown inspirieren und haben ein großartiges Skript entwickelt, in dem sie alle Möglichkeiten aufgelistet haben, wie die Menschen so tun könnten, als würden sie eine Spazierfahrt machen. In diesem Skript gab es auch eine Szene mit einem Hund und einem Ventilator, die uns sehr zum Lachen gebracht hat. Daraufhin haben wir beschlossen, daraus einen Spot zu machen“, erinnert sich Tollet.

Die Produktion des 50-Sekünders oblag MJZ, Regie führten die The Perlorian Brothers, hinter denen Michael Gelfand und Ian Letts stecken.

Gelauncht wurde die Kampagne, die neben dem TV-Spot Online, Out of Home und Radio beinhaltet, zur allerbesten Sendezeit: im Werbeblock der Halbzeitpause des Prmier-League-Spiels Manchester United gegen Southhampton.

Anzeige