Anzeige

Markenstreit

Darum hat das „Hauptstadt-Briefing“ jetzt einen anderen Namen

Gabor Steingart – Foto: Imago

Im Streit um die Marken- und Titelrechte des Hauptstadt-Newsletters von Media Pioneer hat nun das Hamburger Landgericht entschieden – zuungunsten von Gabor Steingart und seinem Team

Anzeige

Das Landgericht Hamburg hat dem Unternehmer Detlef Prinz im Streit um die Marken- und Titelrechte das „Hauptstadt-Briefing“ von Media Pioneer Recht gegeben. Es erkannte eine unmittelbare Verwechslungsgefahr zwischen seinem lange Jahre etablierten „Hauptstadtbrief“ und Steingarts „Hauptstadt-Briefing“ an. Darüber hatte das Branchenblatt Horizont berichtet.

Prinz, der seit 20 Jahren unter anderem den sonntags der Berliner Morgenpost beiliegenden „Hauptstadtbrief“ herausgibt, war gegen den Newsletter „Hauptstadt-Briefing“ vorgegangen. Darin berichtet unter anderem Chefredakteur Michael Bröcker über die Berliner Politik. Nach dem Start des Newsletters, trafen schnell Unterlassungsbegehren ein, wenig später folgte eine einstweilige Verfügung, da eine Reaktion ausblieb.

Dabei stellte sich heraus, dass sich Media Pioneer offenbar gar nicht die Namensrechte am „Hauptstadt-Briefing“ gesichert hatte. Das Produkt trägt seitdem den Titel: „Hauptstadt. Das Briefing“.

Mit der Entscheidung des Hamburger Landgerichts ist der Streit nun beigelegt. Prinz bekam Recht und Media Pioneer akzeptierte die Niederlage und wird laut Medienbericht auf Rechtsmittel verzichten. Außerdem verhängte das Gericht ein paar Tausend Euro Ordnungsgeld.

tb

Anzeige