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Kino, Gratis-Proben, Außenflächen

Verschärftes Werbeverbot für Tabakprodukte fix

Tabakwerbung in Aachen aus dem Jahr 2017, Foto: imago images / Rudolf Gigler

Die angekündigte Verschärfung der Tabakwerbung ist entschieden. Der Bundestag beschloss am späten Donnerstagabend, dass ab 2021 etwa Kinowerbung für das Rauchen in Filmen für Unter-18-Jährige verboten wird

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Zudem dürfen dann außerhalb von Fach-Geschäften – also etwa auf Konzerten, Festivals oder in Supermärkten – keine Gratis-Proben mehr verteilt werden. Auch Werbung für herkömmliche Tabakprodukte auf Außenflächen wird verboten, allerdings erst ab 2022. Tabakerhitzer wie Iqos von Philip Morris sind ab 2023 dran, ab 2024 hat sich Out-of-Home-Werbung dann auch für E-Zigaretten erledigt. Dass Tabakwerbung wohl weiter eingeschränkft wird, wurde Ende Mai durch einen Vorstoß von CDU/CSU und SPD bekannt (MEEDIA berichtete).

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), sagte kurz vor dem Beschluss des Bundestags der Deutschen Presseagentur: „Endlich sind wir beim Tabakwerbeverbot auf direktem Weg zum Ziel.“ Dass E-Zigaretten und Erhitzer mit im Verbot seien, sei ihr von Anfang an wichtig gewesen. Auch bei der unübersichtlichen Produktvielfalt von Aromastoffen sei zu prüfen, inwiefern weitere Aromen in die Liste verbotener Inhaltsstoffe aufgenommen werden müssten. „Wir sind verpflichtet, die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu schützen“, sagte Ludwig weiter.

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