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Umbau bei Wirtschaftszeitung

„Handelsblatt“ bekommt neues Gesicht

Gebäude der Handelsblatt Media Group in Düsseldorf – Foto: Imago

Das Segment der Wirtschaftspresse ist weiter in Bewegung. Nach der blauen Gruppe des Spiegel-Verlags hat sich der Düsseldorfer Konkurrent „Handelsblatt“ optisch und inhaltlich eine Frischzellenkur verordnet

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Die Düsseldorfer Wirtschaftszeitung Handelsblatt wird optisch und inhaltlich neu ausgerichtet. Wie Chefredakteur Sven Afhüppe in der heutigen Ausgabe auf Seite eins ankündigt, soll die Tageszeitung am kommenden Montag optisch eleganter und moderner werden. „Die Leserführung wird intuitiver und die Themenauswahl fokussierter“, so der Chefredakteur. Geplant ist auch, die Berichterstattung über Unternehmen und Finanzen auszubauen, „mit einem Schwerpunkt auf Technologie und Innovationen“, heißt es. „Gleichzeitig werden wir noch intensiver über die globale Wirtschaft und Politik berichten“, sagt Afhüppe.

Auch die Redaktion sei in Bewegung. „Stillstand ist für uns keine Option. Deshalb haben wir uns in den vergangenen Monaten, mit Unterstützung des renommierten Zeitungsdesigners Mario Garcia, Gedanken über eine optische und inhaltliche Weiterentwicklung gemacht“, so Afhüppe. Nähere Einzelheiten zu den neuen Plänen will die börsentäglich erscheinende Tageszeitung erst Anfang nächster Woche bekanntgeben, erklärt eine Verlagssprecherin auf Anfrage von MEEDIA.

Der Zeitpunkt für den geplanten Relaunch ist nicht ungewöhnlich. Erst vor wenigen Tagen hatte die Spiegel-Gruppe angekündigt, die digitalen Auftritte des Manager Magazins (MM) und des Harvard Business Managers im Juli unter einen neues gemeinsam Markendach Manager zu vereinen (MEEDIA berichtete). Damit will die blaue Gruppe mehr Erlöspotenziale heben, um die Ertragslage der Wirtschaftssparte zu verbessern. Denn das MM ist wie viele andere Wirtschaftspublikationen von der Corona-Krise betroffen. So sind die Vermarktungserlöse branchenweit um 20 bis 30 Prozent zurückgegangen. Ähnlich stark sollen auch beim MM die Umsätze gesunken sein. Dies macht sich auch in der Ertragslage bemerkbar. „Natürlich belastet uns die Corona-Krise. Wir kämpfen kräftig dagegen an, aber natürlich können wir nicht ausschließen, dieses Jahr in die roten Zahlen zu rutschen“, so Manager-Magazin-Chefredakteur Sven Clausen gegenüber MEEDIA. 

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