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Deutscher PR-Rat

Rüge für Storymachine

Kai Diekmann (l.), Philipp Jessen und Michael Mronz sind die Köpfe von Storymachine – daran beteiligt ist aber auch Diekmanns Ehefrau Katja Kessler

Der Deutsche Rat für Public Relations spricht eine Rüge gegen die PR-Agentur Storymachine aus, welche die Heinsberg-Studie medial begleitet hatte. Zwei weitere Vorwürfe werden jedoch fallen gelassen.

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Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) sieht es als erwiesen an, dass die Berliner Agentur rund um Kai Diekmann, Philipp Jessen und Michael Mronz durch unprofessionelles Verhalten den PR-Berufsstand beschädigt hat.

Hintergrund war die begleitende Social Media „Dokumentation“ zur Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie von Prof. Hendrik Streeck in Gangelt durch die Agentur Storymachine. „Der Rat hatte sich für die Prüfung des Falls entschieden und ist zu der Einschätzung gekommen, dass hier leichtfertig und unprofessionell agiert worden ist und zu einer nachhaltigen Verunsicherung der Öffentlichkeit beigetragen worden ist“, so das Urteil des DRPR.

Storymachine: Zwei weitere Vorwürfe lässt DRPR fallen

In der Rüge heißt es weiter, die kommunikative Aufgabe bei der Veröffentlichung der Studie habe aus Sicht des Rates darin bestanden, die Studienergebnisse möglichst neutral zu vermitteln. „Doch stattdessen vermittelt das von Storymachine entwickelte und vorab an potenzielle Sponsoren verschickte Dokumentationskonzept den Eindruck, dass es sich hier um eine Maßnahme handelte, bei der ein vorformuliertes Narrativ in der Öffentlichkeit gesetzt werden sollte.“

Der darüber hinaus untersuchte Verdacht der Verletzung der Absendertransparenz und der Sponsoren-Intransparenz habe sich im Rahmen der Prüfung jedoch nicht bestätigt. Bei der Rüge von Storymachine handelt es sich erst um die zweite des Jahres, die vom Selbstkontrollorgan der PR-Wirtschaft ausgesprochen worden ist. Im April rügte der DRPR die Online Enzyklopädie Wikipedia wegen seiner „nach wie vor bestehenden unzureichenden Transparenz und Absenderkennzeichnung bei deutschsprachigen Wikipedia-Einträgen“. Für den Leser sei es nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob die Beiträge von den Autoren auf Eigeninitiative oder im Auftrag von Dienstleistern erstellt worden seien.

amx

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