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"Krone"-Streit

Funke Mediengruppe und Signa lehnen Verkauf ihrer Anteile ab

Foto: Funke

Die Funke Mediengruppe sowie auch Signa schließen kategorisch aus, Anteile an den Gesellschaften der Krone, dem Kurier oder der Mediaprint zu veräußern

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Das gab Funke heute in einer Pressemeldung bekannt. Damit scheitert der Erwerb der Funke/Signa-Anteile durch die Familie Dichand. Funke und Signa stünden diesbezüglich auch nicht für Gespräche zur Verfügung.

Vorausgegangen waren Äußerungen einer Rechtsvertreterin der Familie Dichand, welche Interesse am Erwerb der Funka/Signa-Anteile an den Krone-Gesellschaften bekundet hatte. Ein solcher Erwerb würde damit am nicht vorhandenen Verkaufsinteresse der beiden Medienunternehmen scheitern.

Außerdem werde man das von einem Schweizer Schiedsgericht am 20. Mai 2020 gefällte Schiedsurteil vor den nunmehr zuständigen ordentlichen Gerichten anfechten, erklärt Funke. Grund dafür sei unter anderem die im Schiedsverfahren aufgetretenen schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten. 

Funke will Stimmenmehrheit ausbauen

Erst letzte Woche hatte das für den Gesellschafterstreit bei der Krone zuständige Schiedsgericht entschieden: Die Funke-Gruppe könne die Vorrechte der Gründerfamilie Dichand nicht kündigen, ohne die ganzen Krone-Gesellschaften aufzukündigen. Bei einer solchen Kündigung könnten die Dichands die Funke-Anteile zum sehr günstigen Buchwert übernehmen. Beide halten derzeit 50 Prozent an der „Krone“; die Funke-Gruppe hat die Signa-Gruppe von René Benko an Bord.

Die Funke-Mediengruppe erklärte, dass noch weitere Verfahren offen seien, die „Fragen grundsätzlicher Bedeutung zwischen den Gesellschaftern der Krone“ beträfen und verbindlich geklärt werden sollten. Schließlich habe das deutsche Bundeskartellamt zwischenzeitlich mit einem Schreiben vom 18. Februar 2020 die von der Funke Mediengruppe und Signa angemeldete Erlangung der Mehrheit an den Krone-Gesellschaften freigegeben.

Des weiteren kündigte Funke an, den ihre heute schon vorhandenen Stimmenmehrheit sogar weiter auszubauen, sobald die bereits erfolgte Erlangung der Stimmenmehrheit durch die WAZ Ausland Holding bzw. NKZ Austria-Beteiligungs GmbH an den Krone-Gesellschaften auch in Österreich kartellrechtlich genehmigt beziehungsweise nicht untersagt werde. „Die Gesellschafter werden ihre Mehrheit aktiv zum Wohle der Krone und ihrer Belegschaft ausüben“, so Funke.

amx

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