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Neugier siegt gegen Skepsis

Bundesliga-Comeback beschert Sky einen Fabelrekord

Borussia Dortmund - FC Schalke 04 Foto: Ralf Ibing/firosportphoto/POOL/imago images

Besser hätte es für den Pay-TV-Anbieter Sky kaum laufen können: Mit einer Zuschauerzahl von 3,676 Millionen bewies er am Samstagnachmittag, dass die Fußball-Bundesliga auch in Corona-Zeiten eine große Anziehungskraft hat. Mehr Zuschauer gab es nie für Sky – auch wenn ein Großteil des Publikums durch die Free-TV-Übertragung der Konferenz zustande kam.

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3,676 Millionen schalteten also am Samstagnachmittag ab 15.30 Uhr die Live-Übertragungen der Fußball-Bundesliga bei Sky ein. Der Marktanteil lag bei grandiosen 27,4 Prozent, im jungen Publikum der 14- bis 49-Jährigen gab es mit 1,618 Millionen sogar 37,7 Prozent – und Platz 2 der Tages-Charts aller Sender. Nur die 20-Uhr-Tagesschau des Ersten lief bei noch mehr jungen Menschen.

Zu verdanken hatte Sky den neuen Rekord natürlich der Free-TV-Übertragung der Konferenz, denn nur mit Pay-TV-Kunden wäre eine solche Zuschauerzahl nicht erreichbar. Zum Vergleich: Der Pay-TV-Bundesliga-Rekord von Sky liegt bei 2,20 Millionen und stammt vom Titel-Duell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund vom 28. Spieltag der Saison 2018/19.

2,449 der 3,676 Millionen sahen die Konferenz bei Sky Sport News im Free-TV. Dennoch blieben für die Pay-TV-Kanäle noch 1,227 Millionen Zuschauer übrig – auch wenn der eine oder andere Pay-TV-Kunde ebenfalls den Free-TV-Sender eingeschaltet haben dürfte. Ein Hinweis darauf ist die unterdurchschnittliche Konferenz-Zahl im Pay-TV: Mit 43 Prozent (527.000 der 1,232 Millionen Zuschauer) lag sie klar unter dem Saison-Durchschnitt von 56 Prozent.

Unter den Einzelspielen stach natürlich das Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 heraus: 538.000 sahen es inklusive des Fan-Kommentar-Kanals und damit mehr als die Konferenz abzüglich der Free-TV-Zuschauer. Düsseldorf und Paderborn sahen 66.000 zu, Hoffenheim und Hertha 56.000, Leipzig und Freiburg 25.000, Augsburg und Wolfsburg 20.000.

Auch auf den anderen Anstoßzeiten sahen die Zuschauerzahlen trotz der Geisterspiel-Skepsis vieler Fans nicht schlechter aus als sonst: 737.000 Leute schalteten aam Samstag ab 18.30 Uhr Frankfurt-Mönchengladbach ein, 646.000 am Sonntagnachmittag Köln-Mainz und sogar 1,175 Millionen ab 18 Uhr Union Berlin-Bayern München.

Für die Berechnung der Bundesliga-Tabelle nach Sky-Zuschauern haben wir die Free-TV-Konferenz außen vor gelassen, sie hätte die Wertung sonst deutlich verzerrt. Großer Profiteur des Spieltags war Union Berlin, das dank des Bayern-Spiels von Platz 15 auf 12 sprang. Leverkusen, Hoffenheim und Wolfsburg verloren hingegen einen Rang – ebenso wie der SC Paderborn, der hinter Mainz zurück fiel und weiter vorn RB Leipzig, das hinter Eintracht Frankfurt rutschte. Ganz vorn bleiben unangefochten München und Dortmund, Letzter bleibt der SC Freiburg.

Die Bundesliga-Tabelle nach Sky-Zuschauerzahlen Saison 2019/20

Platz Vorwoche Verein Spiele* Mio.
1 1 Bayern München 24 1,149
2 2 Borussia Dortmund 21 0,928
3 3 Schalke 04 22 0,678
4 4 Borussia Mönchengladbach 21 0,567
5 6 Eintracht Frankfurt 18 0,544
6 5 RB Leipzig 25 0,527
7 7 1. FC Köln 20 0,518
8 8 Werder Bremen 23 0,486
9 9 Hertha BSC 21 0,433
10 10 Fortuna Düsseldorf 23 0,427
11 11 FC Augsburg 23 0,358
12 15 1. FC Union Berlin 22 0,357
13 12 Bayer Leverkusen 24 0,352
14 13 TSG Hoffenheim 21 0,334
15 14 VfL Wolfsburg 23 0,320
16 17 Mainz 05 23 0,313
17 16 SC Paderborn 07 22 0,299
18 18 SC Freiburg 26 0,231
Stand: 26. Spieltag / Durchschnitts-Zahlen / *: Spiele, die bei Sky live übertragen wurden
Rohdaten-Quelle: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK

Zur Methodik: Für unsere Zuschauertabelle werten wir sämtliche Einzelspiel-Quoten, sowie die der Konferenz. Die Konferenz-Zuschauer werden in dem Verhältnis unter den zu der Anstoßzeit spielenden Clubs aufgeteilt, in dem sie sich schon die Zuschauer der Einzeloptionen aufgeteilt haben. So werden für unsere Tabelle aus 522.000 Dortmund-Schalke-Zuschauern 940.000, aus 20.000 Augsburg-Wolfsburg-Sehern hingegen nur 35.000.

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