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Preisverleihung

Axel-Springer-Preis: Zeit-Journalist wird für Reportage über sexuellen Missbrauch geehrt

Haupteingang Axel-Springer-Haus Berlin Foto: Axel Springer

Die Axel Springer Akademie hat am Mittwochabend ihren Nachwuchspreis verliehen: Neben dem Preisträger von Der Zeit und dem SZ Magazin wurde 2020 erstmals auch eine Arbeit für Lokaljournalismus ausgezeichnet.

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Für seine Reportage über sexuellen Missbrauch und das jahrelange Verschwinden eines jungen Mädchens aus Freiburg ist Miguel Helm mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet worden. Der Beitrag des 24-Jährigen mit dem Titel „Sie ist 13, er 52“ erschien in der Wochenzeitung Die Zeit.

Die Preise für Nachwuchsjournalisten wurden von der Journalistenschule Axel Springer Akademie erstmals wegen der Corona-Krise online verliehen. Die vorab aufgezeichnete Verleihung wurde am Mittwochabend auf Youtube gezeigt. Helm erhielt die Gold-Auszeichnung in der Hauptkategorie. Er betonte bei der Bekanntgabe, dass er noch nie so intensiv an einem Artikel gearbeitet habe, neun Monate seien es gewesen.

Silber in der Hauptkategorie ging an Alexandra Rojkov für ihren Beitrag „202499“ im Süddeutsche Zeitung Magazin. Es geht darin um einen israelischen Künstler, der vor Jahren auf seinen Arm symbolisch in Gedenken an alle Opfer die letzte Nummer tätowieren ließ, die je einem Menschen in einem Nazi-Konzentrationslager gestochen wurde. Bronze erhielt Jonas Breng für seinen Beitrag „Doktor Gammel holt ein Kind“ im Magazin Stern Extra – Zeit für Helden. In der Reportage geht es um einen Arzt aus Baden-Württemberg, der vom Schicksal eines gefolterten Jungen im Irak erfährt und ihm hilft.

Preis für Lokaljournalismus feiert Premiere

Erstmals einen Preis für Lokaljournalismus gab es für Jörn Zahlmann und seine „Zeitsprung“-Serie für die Elbe-Jeetzel-Zeitung mit historischen und aktuellen Fotos und Geschichten aus dem Wendland.

Der George-Weidenfeld-Sonderpreis für investigative und mutige Recherche ging an die 25 Jahre alte TV-Journalistin Manisha Ganguly, die für die BBC unter anderem über Kriegsverbrechen in Libyen berichtet hat. Einen Preis in der Kategorie „Unterhaltung und Humor“ erhielt Esra Karakaya für ihre Talkshow „Karakaya Talk“ im öffentlich-rechtlichen Content-Netzwerk Funk.

Der Axel-Springer-Preis für junge Journalisten wurde 1991 erstmals vergeben. Die Preise der Axel Springer Akademie waren diesmal mit 33.000 Euro dotiert. Die Jury, die die Preisträger bestimmt, ist unabhängig.

dpa

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