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Ende des Home Office

Erste Medienhäuser holen Mitarbeiter in ihre Büros zurück

Arbeiten im Home-Office – Foto: Imago

Wochenlang waren die Büros bei Axel Springer und dem Essener Funke Mediengruppe verwaist. Mit den ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen kehrt nun ein Teil der Belegschaft aus dem Home Office an ihre Arbeitsplätze zurück. Dazu haben sich beide Konzerne entschieden und einen bestimmten Prozentsatz festgelegt. Auch der Bauer-Verlag holt Mitarbeiter zurück.

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Ob Buchhaltung oder Redaktionen – seit dem Ausbruch der Corona-Krise stehen die Büroräume in vielen Medienhäusern leer, die Mutarbeiter sind im Home Office. Doch damit ist nun zum Teil Schluss. Mit den ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen kehren bei Axel Springer und der Funke Mediengruppe erste Mitarbeiter an ihre Arbeitsplätze zurück.

„Am 4. Mai leiten wir bei Axel Springer eine langsame, schrittweise und vorsichtige Rückkehr einzelner Mitarbeiter in die Büros ein. Oberstes Gebot ist für uns natürlich weiterhin der Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter“, erklärt ein Sprecher von Springer auf MEEDIA-Anfrage. Im ersten Schritt sollen nach den Planungen des Unternehmens, „insgesamt nicht mehr als 20 Prozent der Mitarbeiter wieder in die Büros zurückkehren.“ Dabei sollen die Mitarbeiter „nach Möglichkeit (weiterhin) im Schichtmodell arbeiten.“

Springer stellt Masken bereit

Zudem ergreift der Konzern eine Reihe von Schutzmaßnahmen, um das Infektionsrisiko zu mindern. So stellt Springer für die Mitarbeiter Schutzmasken bereit. „Eine Rückkehr soll zunächst in Bereichen erfolgen, die nachweisbar produktionskritisch sind oder in denen im Mobile Office deutlich weniger effizient gearbeitet werden kann als im Büro“, so der Springer-Sprecher. Der weit überwiegende Teil der Belegschaft soll hingegen „ausdrücklich auch weiterhin aus dem Mobile Office arbeiten. Zumal wir auch festgestellt haben, dass die Arbeit aus dem Mobile Office in vielen Bereichen hervorragend funktioniert.“

Auch der Essener Medienkonzern Funke hat entschieden, Teile der Belegschaft wieder ins Büro zu lassen. „Zunächst können bis zu 20 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Bereichs ins Büro zurückkehren. Das gilt auch für Redaktionen“, sagt ein Funke-Sprecher. Wer ins Büro kommen kann, entscheide ein Verantwortlicher vor Ort. „Angehörige einer Risikogruppe oder Kolleginnen und Kollegen, deren Kinder oder pflegebedürftige Angehörige nicht versorgt sind, sollen bis auf weiteres weiter von zuhause aus arbeiten.“

Auch Bauer holt Mitarbeiter zurück in Büros

Auch bei der Bauer Media Group beginnt die Rückkehr zur Normalität: „Ab dem 4. Mai beginnen wir damit, in allen Bereichen – auch in den Redaktionen – einen Teil unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zurück in die Verlagsgebäude zu holen; ein anderer Teil wird weiterhin in Home Office arbeiten“, erklärt eine Sprecherin, nennt aber keinen Prozentsatz. Zudem fügt sie hinzu: „Wir sind der festen Überzeugung, dass das Corona-Virus uns noch über einen langen Zeitraum begleitet und es eine schnelle Rückkehr zur Normalität nicht geben wird. Stattdessen gestalten wir bestmöglich unsere ’neue Normalität‘. Dafür gilt bei der Bauer Media Group weiterhin: Der Schutz aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hat zu jeder Zeit oberste Priorität. In den kommenden Monaten werden wir das Arbeiten im Büro und im Home Office kombinieren. Diese Kombination hat den Vorteil, dass wir eine bessere Balance zwischen Produktionssicherheit und Produktivität herstellen können.

Andere Regelung beim Spiegel-Verlag

Der Spiegel-Verlag lässt hingegen die Belegschaft im Home-Office: „Körperlicher Abstand zu anderen Menschen ist die wichtigste Maßnahme, um die Gesundheit der Mitarbeitenden bestmöglich zu schützen. Für die Spiegel-Gruppe gilt deshalb bis auf weiteres, dass alle Mitarbeitenden deren Anwesenheit an einem der Standorte nicht absolut notwendig ist, im Mobile Office arbeiten. Die allgemein sehr guten Erfahrungen mit dem mobilen Arbeiten in den vergangenen Wochen zeigen, dass es bisher keine zwingende betriebliche Notwendigkeit gibt, Mitarbeitende an die Standorte zurückzuführen“, sagt eine Firmensprecherin.

Zurückhaltung übt auch noch Gruner + Jahr: „G+J arbeitet seit Mitte März aus dem Homeoffice, und das funktioniert sehr gut. Alle Magazine und digitalen Produkte entstehen pünktlich und ohne jeden Ausfall. Wo es möglich ist, bleibt Homeoffice daher weiter erste Wahl, weil es den effektivsten Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet. Vom 11. Mai an werden betriebsnotwendige Tätigkeiten in geringem Maße wieder vom Baumwall aus möglich sein. Hygiene- und Gesundheitsschutz werden entsprechend vorbereitet. Die Kantine und das Café im Haus bleiben geschlossen“, betont eine Firmensprecherin.

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